Wohnhaus
Ubierring 55 · Neustadt/Süd
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_5751 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Ubierring 55, 50678 Köln |
| Baujahr | nach 1909, 1945 |
| Architekt / Planung | H. Reitsamer |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 16.10.1990 |
| Stadtteil | Neustadt/Süd |
Erbaut 1909, Architekt H. Reitsamer; Teil eines Doppelhauses, 4 Geschosse, Souterrain, ausgebautes Dachgeschoß (nach 1945 verändert wiederaufgebaut), 3 Achsen, Erker mit aufgesetztem Balkon in der Mittelachse, Werksteinfassade mit Gliederungen im Stil des Neoklassizismus ( im Bereich des Souterrains verändert), Fenster und Haustür verändert. Rückseite und seitlicher Anbau auf L-förmigem Grundriß verputzt, Fenster weitgehend verändert, Loggien und Balkone (orig. Brüstungsgitter) im Bereich des Innenhofs, Balkone (orig. Brüstungsgitter) an der Rückseite des seitlichen Anbaus.
Im Innern original erhalten: im Vestibül Treppe (neuer Belag) mit schmiedeeisernem Geländer, Deckenstuck, Zwischentür (Holz); im Flur weitgehend Marmortreppe mit schmiedeeisernem Geländer und Holzhandlauf, Zwischenpodeste mit Marmor, Deckenstuck, Fenster zum Lichtschacht teilweise original, in den Wohnungen einige Zimmertüren, teilweise Deckenstuck; im Nebentreppenhaus (ehem. Dienstbotenaufgang) Steintreppe mit schiedeeisernem Geländer.
Die von H. J. Stübben geplante Kölner Neustadt gilt als bedeutendste Stadterweiterung des Deutschen Reiches im ausgehenden 19. Jahrhundert. Sie legt sich, den alten Wallstraßen folgend, halbkreisförmig um die Altstadt. Als ihr Kernstück wurde die Ringstraße, ein baumbestandener und mit öffentlichen Grünflächen versehener "Prachtboulevard", bestehend aus 10 Teilstücken von unterschiedlicher Breite und Gestaltung, angelegt. Der Ubierring, der in seinem östlichen Teil parkartig erweitert ist, bildet das letzte südliche Teilstück des Ringes zum Rheinufer hin. Das Haus Nr. 53 wurde, wie sein Nachbargebäude (Ubierring 55), 1909 nach Plänen des Architekten H. Reitsamer errichtet. Beide Gebäude, deren architektonische Gestaltung aufeinander ausgerichtet ist, sind als ein Doppelhaus konzipiert worden. Die vorwiegend in Werkstein ausgeführte Fassade im Stil des Neoklassizismus veranschaulicht noch heute die Ansprüche und das Repräsentationsbedürfnis des gehobenen Bürgertums. Das o. g. Objekt, das das ursprüngliche Erscheinungsbild an diesem Abschnitt des Kölner Rings bewahrt, wird somit, auch als integraler Bestandteil der hier weitgehend geschlossenen Häuserzeile, zum unverzichtbaren Dokument.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0