Wohnhaus
Am Klausenberg 74 · Brück
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_2983 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Am Klausenberg 74, 51109 Köln |
| Baujahr | um 1925 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 11.06.1985 |
| Stadtteil | Brück |
Das Wohnhaus aus den Jahren 1923 bis 1925 macht eine wichtige Aussage zur Geschichte des Ortes Brück als Teil der Eingangsposition der einheitlich konzipierten Wohnanlage Brücker Heide, die sich als kleinstädtische Doppelhaussiedlung mit Gärten den älteren Gebäuden des Ortskerns an der Olpener Straße anschließt. Das Gebäude ist ein hervorragend erhaltener Teil einer bemerkenswerten baukünstlerischen Gesamtleistung und integraler und unentbehrlicher Teil einer städtebaulichen Gesamtkonzeption, die insgesamt vier Hauseinheiten der Straße Am Klausenberg umfaßt. Entscheidend für die Erhaltung und Unterschutzstellung ist die bemerkenswerte architektonische Gestaltung, die allerdings nicht am o. g. Objekt allein, sondern nur in der Gesamtheit des Baublocks (Nr. 72 - 78) zu beurteilen ist. Dieser besteht aus einem 12achsigen, 2geschossigen, verputzten und von zentralem walmgedeckten Dacherker gekrönten Durchgangshaus (die Straße "Brücker Heide"), dem seitliche zwei vorspringende, gleichhohe, 3achsige (Nr. 78 später um eine Achse erweitert) Flügelbauten mit eigenen Walmdächern pavillonartig angefügt sind. So ergibt sich in Grund- und Aufriß die Anlehnung an die Baukörperverteilung barocker Schlösser, die hier als betonte Portalgestaltung der Siedlung genutzt wird. Der rechts von der Straßendurchfahrt gelegene Hausteil Nr. 74 zeichnet sich von den anderen durch die erhaltenen originalen Fenster mit dem kleinen Sprossenraster aus; im Innern sind die originalen Türen einschließlich der Haustür sowie die Treppenanlage erhalten. In städtebaulicher Hinsicht zeigt uns der erhaltene Gebäudekomplex, der ideengeschichtlich zwischen historischer Rückbesinnung und Gestaltungsideen des Bauhauses steht (Zusammenfassung der Fenster zu Zweiergruppe, straffe Gliederung und Durchdringung von Baumassen und Details, betontes Rundbogenportal und kleine Rundfenster), den Versuch, Straßenbild und Straßeneinmündung architektonisch abwechslungsreich und repräsentativ zu gestalten.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0