Wohn- u. Geschäftshaus
Justinianstraße 2 · Deutz
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_3029 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohn- u. Geschäftshaus |
| Adresse | Justinianstraße 2, 50679 Köln |
| Baujahr | um 1912 bis 1914 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 09.07.1985 |
| Stadtteil | Deutz |
Das Objekt Justinianstraße 2 ist ein zwischen 1912 und 1914 errichtetes Wohn- und Geschäftshaus mit fünf Achsen an der Deutz-Kalker-Straße, neun Achsen an der Justinianstraße, vier Vollgeschossen, einem ausgebauten DG und einem Speichergeschoß. Die neoklassizistische Fassade zeichnet sich kunsthistorisch durch ihre repräsentative, harmonische Gesamtgestaltung insbesondere an der Schauseite Justinianstraße aus. Die Eingänge sind seitlich von Gewänden aus rechtekkigen Stuckplatten eingefaßt; oberhalb der Türstürze und des mittleren Schaufensters sind Leisten und Bögen aus Stuck angebracht. Geschoß- und Fenstergesimse und das vorkragende Traufgesims gliedern die Fassade der OGs horizontal; eine Vertikalbetonung wird durch die schmalen Rechteckfenster und durch den 6achsigen, leicht vorgezogenen Mittelteil des Hauses erreicht. Dieser Mittelteil ist mit zahlreichen geometrischen Stuckornamenten verziert und wird von zwei gleich gestalteten, geschweiften Ziergiebeln bekrönt. An der Fassadenseite zur Deutz-Kalker-Straße ist die zweite Achse von links ab 1. OG als 4geschossiger Erker mit rechteckigem Grundriß gestaltet. Erhaltenswerte Details im Hausinnern sind der Fliesenfußboden im Flur, die Wandkacheln in Flur und Treppenhaus sowie die Terrazzotreppe mit Holzgeländer und Holzlauf. Mit dem gegenübergelegenen, nahezu vollständig erhaltenen, originalen Haus Justinianstraße 3 sowie einer Reihe ähnlich gestalteter, jedoch weniger vollständig erhaltener Häuser im selben Straßenabschnitt bildet das Objekt eine städtebauliche Einheit. Das Objekt ist ein Dokument für die erste Bauperiode des im ehem. Deutzer Festungsbereich gelegenen Rings, der im Abschnitt Justinianstraße bereits vor dem Ersten Weltkrieg bebaut wurde. Der südlich der Deutzer Freiheit gelegene Gotenring wurde dagegen erst nach dem Ersten Weltkrieg bebaut.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0