Wohnhaus
Koelhoffstraße 10 · Altstadt/Süd
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_3314 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Koelhoffstraße 10, 50676 Köln |
| Baujahr | um 1880 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 11.11.1985 |
| Stadtteil | Altstadt/Süd |
Das Haus ist bedeutend für die Stadt- und Siedlungsgeschichte von Köln. In seiner Erscheinung dokumentiert es die Bebauung der Koelhoffstraße, die weitgehend am Ende des 19. Jh. als Straßenzug zwischen Kleiner Witschgasse und Im Weichershof entstand. Die beschleunigte Erschließung neuer Straßen auf unbebautem Altstadtgelände - vor Gründung der Neustadt - hing mit der wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt im Zeitalter der Industrialisierung, mit dem einhergehenden Bevölkerungszuzugs bzw. -zuwachses sowie der damit verbundenen Bautätigkeit zusammen.
Es weist sich als ein um 1880 errichtetes 3achsiges, 4geschossiges Wohnhaus aus, dem hofwärts ein Seitenhaus angefügt ist. Vom Typ gehört es in die Reihe des für Köln charakteristischen Dreifensterhauses mit L-förmigem Grundriß. Seine Straßenseite, eine Putzfassade mit Stuckgliederung, verdeutlicht als konstruktiver Teil des Hauskerns dessen Proportion, Geschoßgliederung und -höhe. von Interesse ist ihre baukünstlerische Gestaltung. Der auf strenger Fensteraxialität beruhende vertikale Aufbau erfährt durch die horizontale Strukturierung bzw. Gliederung der Wandfläche (Putzquaderung/EG; Fugenschnitt/2. und 3. OG; Gesimse) optisch wirksame Unterbrechung. Breite, z. T. mit Schlußsteinen versehene Rahmung hebt die Fenster in den OGs aus der Fläche hervor. Durch diese, mit wenigen Architekturmitteln arbeitende Gestaltung erhält die Hausfassade ihre klare, übersichtliche Ordnung.
Das Gebäude gehört zu den wenigen in der Koelhoffstraße erhaltenen historischen Bauten (s. a. Nr. 2, 5), das die alte Straßensituation erlebbar macht. Durch seine Bauqualität setzt es im heutigen Straßenbild einen wichtigen architektonischen Akzent.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0