Wohnhaus
Geldernstraße 12 · Bilderstöckchen
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_3361 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Geldernstraße 12, 50739 Köln |
| Baujahr | 1905 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 06.12.1985 |
| Stadtteil | Bilderstöckchen |
Das Haus ist ein ortsgeschichliches, baukünstlerisches sowie städtebauliches Zeugnis des Kölner Statteils Bilderstöckchen. In seiner Erscheinung dokumentiert es die ursprüngliche Bebauung der Geldernstraße im Jahr 1905. Die Erschließung des Gesländes jenseits der Bahnlinie Köln-Neuss von Nippes aus in Richtung Ehrenfeld wurde gefördert durch vorausgehenden Industiebau (u. a. Schlachthof Neuehrenfeld). Der Industriebau zog den Wohnungsbau nach, wofür oben erwähntes Haus als frühes Beispiel anzusehen ist. Das unmittelbar nach der Bahnstraße gelegene Gebiet wudre später verwaltungsmäßig dem neuen Stadtteil Bilderstöckchen eingegliedert.
Das Objekt weist sich als 4geschossiges, 5achsiges, mit Giebelgeschoß versehenes Wohnhaus aus. Als konstruktiver Teil des Baukerns verdeutlichen die Fassaden Proportion, Geschoßgliederung und -höhe sowie Dachaufbau des Hauses. Von Interesse ist seine in den Formen des Jugendstils gehaltene Baugestaltung, die sich besonders an der Straßenfassade, einer Putzfassade mit detailreicher Gliederung in Stuck und Fliesen, zur Geltung gelangt. Die Fassade ist streng axial aufgebaut, durch Gesimse vertikal gegliedert und symmetrisch geordnet. Die Symmetrieachse betont ein über die OGs reichender Erker mit Giebelbekrönung. Über dem rustizierten EG sind die Mauerpfeiler der OGs mit angedeuteter Basis und kapitellähnlichen Abschlüssen wie Pilaster behandelt. Die Pfeilerflächen zeigen im 1. OG eine Putzquaderung mit eingelegten Fliesen, im 2./3. OG eine Fliesenverblendung, wodurch diese Geschosse optisch zusammengefaßt werden. Der Erker ist durchgängig mit Putzquaderung strukturiert. Brüstungs- und Sturzfelder der Fenster sowie Giebelfeld sind mit geometrischen und vegetabilen Formen geschmückt.
Städtebaulich bildet das Haus einen stattlichen Blickfang aus der Richtung Kaiserswerther Straße. Unter den zeitgleichen, aber modernisierten Nachbarbauten ist es das einzige Beispiel, das in seiner Beschaffenheit die ursprüngliche Straßensituation nacherlebbar macht.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0