Wohnhaus
Aduchtstraße 1 · Neustadt/Nord
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_3430 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Aduchtstraße 1, 50674 Köln |
| Baujahr | um 1895 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 05.02.1986 |
| Stadtteil | Neustadt/Nord |
Das Haus ist ein Zeugnis der Orts-, Siedlungs- und Baugeschichte von Köln. In seiner Erscheinung dokumentiert es die ursprüngliche Bebauung der zur Kölner Neustadt gehörenden Aduchtstraße um 1895. Die Kölner Neustadt gilt als die bedeutendste Stadtgründung des 19. Jh. im Rheinland. Sie gliederte sich in sozial unterschiedlich strukturierte Viertel. Die Aduchtstraße, 1893 im Fluchtlinienplan festgelegt, liegt im "Gerichtsviertel", einer sich um den Reichensperger Platz mit dem Oberlandesgericht gruppierenden Wohngegend, die sich durch gehobenen Anspruch auszeichnete, den auch Haus Aduchtstraße 1 widerspiegelt.
Es weist sich als 3achsiges, 4geschossiges Wohnhaus aus, das vom Typ zur Reihe des für Köln charakteristischen Dreifensterhauses zu rechnen ist. Seine Hausfronten verdeutlichen als konstruktiver Teil des Hauskerns dessen Proportion, Geschoßgliederung und -höhe sowie Dachaufbau. Baukünstlerisch ist v. a. die Straßenfront, eine Putzfassade mit detailreicher Stuckgliederung, gestaltet. Sie besitzt eine symmetrische Ordnung, die durch einen 2achsigen Risalit auf der Mittelachse betont wird. Dieser wird besonders im breiten Fugenschnitt der Putzflächen, durch Fensterrahmung mit Pfeilerstellung, im Schmuck der Fensterbrüstungsfelder mit Baluster, Rosetten, Girlanden hervorgehoben. Dem strengen vertikalen Aufbau der Fassade in der Fensteraxialität wirken profilierte, die Geschosse gliedernde Gesimse sowie die Putzbänderung im EG als horizontale Linienführung entgegen.
Im Hausinnern zeugen von der ursprünglichen stattlichen Einrichtung: Terrazzoboden mit Einlegearbeit, Holztäfelung, Deckenstuck, Wandstuck mit Supraporten im Hausflur; Holztreppe mit gedrechseltem Geländer und Antrittspfosten; Wohnungs- und Zimmertüren; Stuckdecken (unter abgehängten Decken).
Städtebaulich ist das Haus ein wichtiger Bestandteil einer fast geschlossen erhaltenen Reihe historischer Wohnhäuser (Nr. 3 alte Bausubstanz, modernisiert; Nr. 5 bis 11), die als vielgestaltiges Bauensemble das Straßenbild architektonisch akzentuiert.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0