Wohnhaus
Nassestraße 24 · Klettenberg
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_3457 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Nassestraße 24, 50939 Köln |
| Baujahr | um 1912 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 24.02.1986 |
| Stadtteil | Klettenberg |
Das Haus ist ein orts- und baugeschichtliches Zeugnis von Köln-Klettenberg. Es dokumentiert in seiner Erscheinung die Entwicklung dieses neuen, zwischen Sülz und Zollstock angelegten Stadtteils, der erst nach der Jahrhundertwende in Anschluß an Sülz unter dem Einfluß der von England kommenden und in Deutschland weitergeführten Gartenstadtbewegung gegründet worden war. Dieser umfaßt sowohl im stadtnahen Bereich Mietstockwerkbauten für mittlere bis gehobene soziale Schichten als auch Eigenheime, deren Wert durch die umgebenden Parks (Klettenberg- und Beethovenpark) erhöht wird. Die Nassestraße ist eine sich am Klettenbergpark entlangziehende, einseitig bebaute Wohnstraße für Villenbebauung des gehobenen Bürgertums.
Es weist sich als der um 1912 errichtete, 2geschossige, mit Souterrain, Giebel- und Dachgeschoß versehene, im Stil einer Villa gehaltene, linksseitige Teil eines Doppelhauses aus. Von Bedeutung ist die baukünstlerische Gestaltung des Gebäudes, die sich besonders in den durch verschiedene Bauglieder plastisch betonten Fassaden äußert. Während die Seitenfassade durch einen Risalit mit aufsitzendem Zwerchhaus gegliedert wird, wölbt sich an der Straßenseite ein halbrunder Erker, dem sich im Hochpaterre und ersten Stock Balkone anschließen, vor. Das Giebelgeschoß hat einen eingezogenen Balkon mit holzgeschnitzten Säulen und Holzfensterumrandungen. Umlaufendes Gesims und Pultdach geben den Fronten zusammenfassenden Abschluß. Ein hoher abgeknickter und schiefergedeckter Giebel bekrönt die Straßenfassade. Diese Bauelemente, einschließlich des säulengefaßten überdachten Hauseingangs, verleihen dem Gebäude den Landhauscharakter. Diesem entspricht auch die zurückhältende Schmuckgebung, die sich auf Einzelheiten wie zwei Wandreliefs mit Putti sowie die Ornamentierung der Fenstergewände und Balkonbrüstung im Hochpaterre und ersten Stock beschränkt. Die auf ästhetische Einheit zielende Gesamtkonzeption belegen auch noch vorhandene Originalteile wie Gitter der Souterrainfenster und der z. T. erhaltene Eisenzaun des Vorgartens.
Im Hausinnern zeugen u. a. von der originalen Ausstattung die Holztreppe mit Holzgeländer sowie Deckenstuck in der Diele von Hochpaterre und erstem Stock und verschienen straßenseitigen Wohnräumen im Hochpaterre und erstem Stock.
Städtebaulich ist das Haus ein wesentlicher Bestandteil der ursprünglichen repräsentativen Bebauung um den Klettenbergpark, die noch heute den Wohncharakter der Gegend prägt.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0