Wohnhaus

Rembrandtstraße 8 · Nippes

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_3527
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Rembrandtstraße 8, 50733 Köln
Baujahrum 1905
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 27.03.1986
Stadtteil Nippes

Das Haus ist ein ortsgeschichtliches, baukünstlerisches sowie städtebauliches Zeugnis des Kölner Vororts Nippes. In seiner Erscheinung dokumentiert es die Bebauung der Rembrandtstraße um 1907 bis 1910 und somit die mit dem Bau der Pfarrkirche St. Joseph einsetzende weitere planmäßige Erweiterung von Nippes in Anschluß an den Stadtteil "60" in Richtung Grüngürtel.

Es weist sich als 3geschossiges, 3achsiges, mit Giebelgeschoß versehenes Wohnhaus aus. Im Typ ist es der Tradition des für Köln charakteristischen Dreifensterhauses verpflichtet. Als konstruktiver Teil des Baukerns verdeutlichen die Fassaden Proportion, Geschoßgliederung und -höhe sowie Dachaufbau (Mansarddach mit zwei Gaupen) des Hauses. Von Interesse ist seine baukünstlerische Gestaltung, die besonders an der Straßenfassade, einer Putzfassade mit detailreicher Stuckgliederung, zur Geltung kommt. Die Fassade ist streng axial gegliedert und symmetrisch geordnet. Die Symmetrieachse betont ein über die Obergeschosse reichender Erker mit Giebelbekrönung. Die lasttragende Eigenschaft des Erdgeschosses wird durch Putzquaderung optisch sichtbar gemacht. In den Obergeschossen faßt eine Quaderrahmung die Fenster im Sinne einer Großordnung zusammen. Ansatzstellen für den im Jugendstil ausgeführten Baudekor sind: Hauseingang mit Pilasterrahmung, Giebelbekrönung und Frauenkopfplastik im Giebelfeld, Brüstungsfelder mit geometrischen und vegetabilen Formelementen, Fenstersturzfelder mit ornamentierten Keilsteinen, Gehängen, Kränzen. Haustür und Fensterrahmen ergänzen als originale Ausstattungsteile die ästhetische Einheit der Fassadengestaltung.

Im Innern belegen die ursprüngliche Einrichtung: ornamentierter Fliesenboden, Kachelsockel, Wand- und Deckenstuck, stuckierter Stützrahmen im Hausflur; Terrazzotreppe mit gedrechseltem Geländer, Antrittspfosten, gefliesten Podesten sowie Deckenstuck, Fenster und Wohnungstüren im Treppenaufgang; Stuckdecken (z. T. unter abgehängten Decken), teilweise Zimmertüren in den Wohnungen.

Städtebaulich besitzt das Haus Bedeutung als Teil des ursprünglichen Architekturrahmens um die Pfarrkirche St. Joseph. Mit dem Nachbargebäude Nr. 10 und dem Haus Wenzelstraße 11 bildet es eine historische Gebäudegruppe, die die Südwestseite des Kirchenplatzes architektonisch bestimmt.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0