Wohnhaus
Lahnstraße 19 · Humboldt/Gremberg
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_3533 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Lahnstraße 19, 51105 Köln |
| Baujahr | um 1913 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 04.04.1986 |
| Stadtteil | Humboldt/Gremberg |
Ortsgeschichtlich aussagefähig ist das um 1913 erbaute Mietwohnhaus als Teil der Erstbebauung des erst seit 1900 in größerem Umfang wachsenden Orts, dessen Kern aus der Werkssiedlung der Kalker Maschinenfabrik, der Humboldtkolonie, bestand. Z. T. im Werksauftrag gestalteten Architekten hier Häuser für Werksangehörige, die durch qualitätvolle Gestalt gehobenes Wohngefühl vermitteln sollten.
Das traufständige, 3geschossige, 3achsige Haus mit ausgebautem Mansarddach, angedeutetem Erker und hohem Dacherker prägt das Straßenbild durch seine reich stuckgegliederte Putzfassade. Die Fenster des Erdgeschosses sind schwach streifengerahmt, diejenigen der Obergeschosse vertikal zusammengefaßt, die eingeschlossenen Brüstungsfelder durch Blütenkörbe und Ovalspiegel geschmückt. Am pilasterflankierten Erker sowie am dreieckgegiebelten Dacherker (mit Ovalfenster) je Etage ein Doppelfenster, an den Außenachsen größere Einzelfenster. Die Haustür ist original; die Fenster sind stilähnlich erneuert. Im Hausflur Fliesenboden und Wandfliesen sowie Wanddekor (tanzende antike Figuren); original auch Terrazzotreppe mit terrazzogesockelten hölzernen Geländerstäben, Fliesenboden im Treppenhaus sowie, ganz selten, den ornamental farbverglasten Trppenhausfenstern. Rückwärtige Backsteinfassade mit Anbau zu Hof und kleinem Garten.
Städtebaulich wichtig ist das Haus als Teil einer größeren Gruppe gleichzeitiger erhaltener Häuser, mit denen es sich zu einem ästhetisch vorteilhaften Ensemble zusammenschließt.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0