Wohnhaus
Lahnstraße 23 · Humboldt/Gremberg
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_3737 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Lahnstraße 23, 51105 Köln |
| Baujahr | um 1914 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 24.09.1986 |
| Stadtteil | Humboldt/Gremberg |
Das Mietwohnhaus wurde um 1914 erbaut. Baukünstlerisch bemerkenswert ist die nüchterne, stuckgegliederte Putzfassade des traufständigen, dreigeschossigen, dreiachsigen Hauses. Über teilweise verändertem Erdgeschoß die Fensterachsen an den Hauptetagen vertikal durch schmale Stuckprofile zusammengefaßt, schwach gerahmte Brüstungsfelder mit stilistischen Rosetten. Der eine eher altertümliche Giebelständigkeit suggerierende dreieckige Dacherker hat zwei pilasterflankierte Fenster, eine Luke und die in Stuck nachgebildete Holzverkleidung der Giebelspitze. Fenster und Haustür sind entstellend erneuert. Im Hausflur der alte Terrazzoboden und Reste von Deckenstuck; originale Terrazzotreppe mit gedrechselten Geländerstäben auf Terrazzoklötzen. Einige originale Wohnungstüren erhalten. An der rückwärtigen Backsteinfassade der originale Anbau zum Hof.
Ortsgeschichtlich aussagefähig ist das Haus als Teil der Erstbebauung des erst seit 1900 in größerem Umfang wachsenden Ortes, dessen Kern aus der Werkssiedlung "Humboldtkolonie" der Kalker Maschinenfabrik bestand. Zum Teil im Werksauftrag gestalteten Architekten hier Häuser, deren qualitätvolles Äußeres und Abwechslungsreichtum Wohnqualität vermitteln sollten.
Städtebaulich wichtig ist das Haus als Teil einer größeren Gruppe gleichzeitiger Häuser, mit denen es sich zu einem ästhetisch vorteilhaften Ensemble zusammenschließt.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0