Wohnhaus
Schillingstraße 46 · Neustadt/Nord
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_3547 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Schillingstraße 46, 50670 Köln |
| Baujahr | um 1903 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 07.04.1986 |
| Stadtteil | Neustadt/Nord |
Das Haus ist ein Zeugnis der Orts-, Siedlungs- und Baugeschichte von Köln. In seiner Erscheinung dokumentiert es die Bebauung der zur Kölner Neustadt gehörenden Schillingstraße um 1903. Die nach Plänen von Hermann Joseph Stübben 1881 begonnene und im wesentlichen bis 1914 durchgeführte Stadterweiterung gilt als die bedeutendste Stadtgründung des 19. Jh. im Rheinland.
Es weist sich als ein 3achsiges, 5geschossiges Geschäftswohnhaus aus, dem hofwärts ein Seitenhaus angefügt ist. Vom Typ gehört es in die Reihe des für Köln charakteristischen Dreifensterhauses mit L-förmigem Grundriß. Seine Fassaden verdeutlichen als konstruktiver Teil des Hauskerns dessen Proportion, Geschoßgliederung und -höhe sowie Dachaufbau. Von Bedeutung ist seine baukünstlerische Gestaltung, die sich besonders in der Straßenfassade, einer Putzfassade mit Stuckgliederung, äußert. Sie besitzt strengen axialen Aufbau und eine symmetrische Ordnung, die durch einen über die Obergeschosse reichenden Erker betont wird. Gesimse oder Fensterbrüstungsfelder gliedern die Fassaden vertikal. Der in den Formen des Jugendstils gehaltene Dekor ist auf Fensterschlußsteine und Fensterbrüstungsfelder konzentriert. Die Wandfläche wird strukturiert durch kräftige, die lasttragende Eigenschaft kennzeichnende Rustizierung des Erdgeschosses, Putzquaderung im ersten Obergeschoß und Fugenschnitt in den weiteren Geschossen.
Im Hausinnern sind noch Teile der originalen Einrichtung (z. B. Marmorausstattung im Hausflur, Terrazzotreppe mit Eisengeländer) erhalten.
Im Abschnitt der Schillingstraße zwischen Neusser und Riehler Straße ist das Gebäude eines der Häuser, das weitgehend seine Originalsubstanz bewahrte. In Größenmaßstab und künstlerischer Gestaltugn vergegenwärtigt es das historische Straßenbild. In seiner Bauqualität ragt es unter den anschließenden, größtenteils modernisierten und somit entstellten Altbauten als Blickfang hervor.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0