Wohnhaus
Riehler Straße 21 · Neustadt/Nord
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_4402 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Riehler Straße 21, 50668 Köln |
| Baujahr | 1900 bis 1906 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 04.01.1988 |
| Stadtteil | Neustadt/Nord |
Die pittoresk gegliederte dreiachsige Fassade besteht aus vier Geschossen und dem Souterrain.
Dieses ist in der Werksteinfassade mit dem Hochparterre durch eine horizontale Rusticastrukturierung zusammengefaßt, in die kleinere Rundbogenfenster eingelassen sind. Die Obergeschosse werden durch breite, teilweise mehrfach unterteilte Fenster belichtet.
Alle Fenster wurden erneuert, wie auch die Haustüre, die den Durchblick in den Eingangsbereich mit Marmortreppe und Terrazzoboden bietet.
Die Wohnungen wurden weitgehend umgebaut.
Die Werksteinornamentik der Fassade wird über dem 2. OG nochmals mit einem breiten Bandgesims aufgenommen, charaktervoll sind auch die kleinen, in den Geschossen wechselnden Seitenbalkons am Erker, der in der Dachzone durch ein kleines Zeltdach abgeschlossen wird. Der Ziergiebel im Dachbereich öffnet sich einem ovalen Giebelfenster. Die übrigen Flächen der Fassade sind geputzt.
Der Vorgarten wurde verändert.
Das Haus Rieher Str. 21 ist bedeutend für die Geschichte der Kölner Neustadt, die ab 1881 nach Plänen des Kölner Baumeisters Josef Stübben anstelle der alten Mauer- und Wallanlagen errichtet wurde. Die sich halbkreisförmig um die in "Altstadt" ziehende Bauzone ist absichtlich im Wohnwert und städtebaulichen Standard stark differenziert und wird durch die sogenannten "Ringe" verbunden. Die Differenzierung wird durch die gestalterische Verwendung öffentlicher Bauten wie Kirchen und Opernhaus sowie Plätze unterstrichen, auch die Lage am Volksgarten einerseits oder am Bahnhof andererseits bestimmen Anspruch und Stil der gründerzeitlichen Bebauung.
Die durchweg privaten Mietshäuser wurden durch den starken Wirtschaftsaufschwung finanziert, der mit der Industrialisierung der Rheinlande nach der preußischen Besetzung einsetzte.
Die Riehler Straße ist eine vom Ebertplatz ausgehende breite Verbindungsstraße nach Riehl und Mülheim.
Städtebaulich ist ein Zusammenhang der Ansicht mit der des Nachbarhauses Nr. 23, die ebenfalls aus Werkstein mit geputzten Mauerflächen besteht, unverkennbar.
Innerhalb des Ensembles von Mietshäusern aus der Zeit der Erstbebauung von Nr. 19 bis Nr. 27 der Riehler Straße ist das obige Objekt unverzichtbar.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0