Wohnhaus
Grafenmühlenweg 24 · Dellbrück
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_3693 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Grafenmühlenweg 24, 51069 Köln |
| Baujahr | um 1925 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 07.08.1986 |
| Stadtteil | Dellbrück |
Das 1921 vom Architekten Wilhelm Riphahn entworfene Einfamilien-Wohnhaus ist Teil eines Doppelhauses (Nr. 22). Kunsthistorisch interessant und wichtig ist das Haus, Hälfte einer spiegelbildlich komponierten Doppelhausanlage mit zweieinhalb Geschossen, Walmdach, Dacherker, ungleichmäßigen Fensterachsen und seitlichen (Garagen-) Flügeln, vor allem wegen der Gestaltung von Straßenansicht und Fassade. Hinter Resten der alten Vorgarteneinfriedung, Vorgarten mit Weg; hinter dem seitlichen Flügelbau zurücktretend die Putzfassade mit annähernd quadratischen, ungerahmten Fenstern (nicht stilgerecht erneuert) und Schlagläden. Betonte Eingangssituation (Haustür erneuert) mit sprossengeteiltem Oberlicht, dessen Bogen sich am Dacherkerfenster wiederholt. Dacherker mit eigenem Walmdach wie ein Zwerchhaus gedeckt; vom abgesetzten Dachgesims ein keilförmiges Zierelement zum Erkerfenster.
Ortsgeschichtlich bemerkenswert ist das Teilhaus in der Reihe von drei gleichartigen Doppelhäusern am noch wenig besiedelten Ortsrand von Dellbrück durch seine Zugehörigkeit zu einer einheitlichen qualiltätvollen städtebaulichen Maßnahme, die mit Gärten vor und hinter dem Haus dem Vorstadtcharakter Dellbrücks Rechnung trug. Bauherr war die Gasmotorenfabrik Köln-Deutz.
Städtebaulich unentbehrlich ist das Gebäude als Teil des Doppelhauses und wegen seiner Zugehörigkeit zu der gesamten Gebäudegruppe des Riphahnischen Entwurfes. Um 1950 wurde das Ensemble durch zwei größere, rahmende Mehrfamilienhäuser mit ähnlichem Dekorprinzip (Fensterformate und -läden, betonter Eingang mit bogenförmigem Oberlicht) vervollständigt.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0