Wohnhaus

Mathildenstraße 20 · Deutz

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_3701
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Mathildenstraße 20, 50679 Köln
Baujahrum 1870 bis 1880
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 15.08.1986
Stadtteil Deutz

Das Gebäude wurde 1870/80 errichtet. Baugeschichtlich bedeutend ist das dreiachsige, dreigeschossige Gebäude als Typ des traditionellen Kölner Dreifensterhauses. Über einem Werksteinsockel erhebt sich ein durch kräftige Stockwerkgesimse gegliederte Stuckfassade mit rustiziertem Erdgeschoß. Die stichbogigen Laibungen des Hauseinganges - mit originaler Kassettentür und Schnitzwerk - und der Fenster sind leicht profiliert; die Fenster des zweiten Obergeschosses erinnern mit den zurückgesetzten Blendnischen und einem gekröpften schmalen Gesims an eine Fensterreihe. Trotz einiger Stuckbeschädigungen wird der Gesamtcharakter des Hauses nicht beeinträchtigt, die Fenster in originaler bzw. originalgerechter Sprossenteilung sowie Haustür und Kellerluken unterstreichen das historische Gesamtbild des Objektes. Insgesamt verdeutlicht die Fassade als konstruktiver Teil des Hauskerns Proportion, Geschoßgliederung und Höhe des Gebäudes. Im Innern des Hauses sind an originalen Ausstattungsteilen noch erhalten: ein schlichter Deckenstuck, ein Stützbogen sowie Fußbodenfliesen, eine Holztreppe mit gedrechseltem Geländer nebst Antrittspfosten und zum großen Teil Wohnungstürabschlüsse und Zimmertüren.

Ortsgeschichtlich bedeutsam ist das Wohnhaus, da es aus der Blütezeit der selbständigen (preußischen) Stadt Deutz entstammt, die als bedeutende End- und Ausgangsstation der rechtsrheinischen Eisenbahnen seit dem zweiten Drittel des 19. Jahrhunderts eine stetig wachsende Zahl an Bürgern in ihren Mauern beherbergte.

In städtebaulicher Hinsicht bedeutsam ist das o. g. Objekt als Teil einer langen Reihe von hervorragend erhaltener, zum Teil rekonstruierter Nachbarbauten (Nr. 10 - 22; gegenüber 29 - 37), die das historische Bild einer engen, wegen mangelnden Siedlungsraumes innerhalb der Befestigungsanlagen in die Höhe strebenden, aber doch auch qualitativ hochstehenden Stadtarchitektur erfahrbar machen.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0