Wohnhaus

Brüsseler Platz 16 · Neustadt/Nord

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_3936
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Brüsseler Platz 16, 50674 Köln
Baujahr1899
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 22.10.1986
Stadtteil Neustadt/Nord

Das Gebäude Brüsseler Platz 16 wurde im Jahr 1899 als viergeschossiges, mit Souterrain und Dachgeschoß ausgestattetem, und sechsachsiges Wohnhaus mit einer Stuckfassade erbaut.

Die Wohnhäuser des Brüsseler Platzes sollten mittleren bis gehobenen Wohnansprüchen genügen. Die Schmuckformen, der kräftige Fugenschnitt, der Erker in der Mitte der Fassade verdeutlichen dies an dem betreffenden Gebäude. Die Fassade gibt als konstruktiver Bestandteil des Gebäudes Geschoßgliederung, Geschoßhöhe und Hausproportion wieder. Sie wird durch kräftige Geschoß- und Fenstergesimse unterteilt und durch das Konsolgesims des Daches nach oben hin begrenzt. Mittels veränderten Fugenschnitts, mannigfacher Zierformen, die teilweise gotisierend wirken oder als Rankenmotive gebildet sind, werden die Fenster zu Anziehungspunkten der Fassade. Von Geschoß zu Geschoß wechseln die Schmuckformen. Die Formen der Fenster sind einheitlich hochrechteckig, nur die Fenster des 1. Obergeschosses sind oben rundbogig. Trotz des im 2. Obergeschoß beginnenden Erkers und der Dachgaben, die in den seitlichen Fensterachsen liegen, bleibt durch die Gesimse und die in den Geschossen vereinheitlichten Schmuckformen die waagerechte gegenüber der senkrechten Gliederung der Fassade beherrschend. Aufwendig ist das Portal geschmückt.

Säulen, Masken, Architrav und Okulus rahmen die Eingangstüre ein, dort wird das Erbauungsjahr 1899 inschriftlich festgehalten. Auf der Rückseite befindet sich eine Backsteinfassade. Im Innern sind die Stuckdecke, die Marmortreppe samt Metallgeländer in der Eingangshalle erhalten. Terrazzoboden, Terrazzotreppenstufen, Wandsockelleiste, Stuckmuster an Treppenunterläufen, Metallgeländer mit hölzernem Handlauf, Haustüren mit Glasfüllung, hölzerne Briefkästen sind original.

Das Gebäude Brüsseler Platz 16 liegt in dem gebiet der von J. Stübben geplanten und durchgefhrten Stadterweiterung, die im Westen des ehemaligen Rayongeländes im Jahr 1881 begann. Insofern ist das Gebäude ein Zeugnis dieser einmalig umfassenden Erweiterung der Stadt und somit von ortsgeschichtlicher Bedeutung.

Von städtebaulicher Bedeutung ist das Gebäude aufgrund seiner Lage gegenüber der kurz nach 1900 errichteten Pfarrkirche St. Michael. Hier wird den Menschen in Köln der Bezug zur Geschichte und Baugeschichte ihrer Stadt erfahrbar gemacht.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0