Wohnhaus

Hirschbergstraße 30 · Klettenberg

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_3979
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Hirschbergstraße 30, 50939 Köln
Baujahrum 1907
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 02.12.1986
Stadtteil Klettenberg

Das um 1907 (bzw. etwas später) erbaute dreigeschossige Wohnhaus mit Putzfassade und Stuckgliederung wandelt den Typ des dreiachsigen, durch einen Mittelerker gegliederten Wohnhauses durch die weich gerundete Form des Schmuckgiebels im Dachgeschoß und in kräftige Gesimse gefaßten Fenster der Obergeschosse ab. Die Putzfassade erhält ihren dekorativen Akzent durch die Stuckbrüstungen des zweiten Obergesschosses, die sich in die gefällige Form der Ansicht einordnen. Die Fenster sind zum Teil original, in den Seitenachsen zweifellos erneuert. Rückwärtige Fassade in Backstein. Seitenachsen zweifellos erneuert. Rückwärtige Fassade in Backstein. Im Eingang hat der eher schlichte Bau den originalen Wand- und Deckenstuck beibehalten, auch der Terrazzoboden (ornamentiert) sowie die Terrazzotreppe mit Holzgeländer sind historisch. Die Wohnungs- und Zimmertüren vervollständigen den weitgehend erhaltenen Originalzustand, der allerdings einer Renovierung bedarf.

Das Haus Hirschbergstr. 30 ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln-Klettenberg, da es die Geschichte der Stadtenwicklung dieses neuen Stadtteils zwischen Sülz und Zollstock dokumentiert. Das Stadtteil Klettenberg ist erst nach der Jahrhundertwende in Anschluß an Sülz unter dem Einfluß der von England kommenden und in Deutschland früh weitergeführten Gartenstadtbewegung gegründet worden und umfaßt sowohl im stadtnahen Teil Mietstockwerksbauten für gehoben bis mittlere soziale Schichten als auch Eigenheime, deren Wert durch die umgebenden Parks (Klettenberg- und Beethoven-Park) erhöht wird. Die Hirschbergstraße, im älteren Stadtteil gelegen, wurde als kleinere Wohnstraße erst spät erschlossen. Für die Erhaltung und Nutzung liegen künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe vor.

Städtebaulich ist das Objekt entsprechend seiner Lage eine etwas vereinfachte Form der historischen Bebauung Klettenbergs. Es zeigt jedoch das architektonische Vokabular des Stadtteils in durchaus eigenständiger Form und dokumentiert - vor allem im Kontrast zur Nachbarbebauung der zwanziger Jahre - den reinen Gründerzeitstil in seiner schlichten und konservativen Diktion. Das Gebäude ist maßstabbildend und unverzichtbar.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0