Wohnhaus

Petersbergstraße 21 · Klettenberg

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_2510
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Petersbergstraße 21, 50939 Köln
Baujahrum 1907
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 03.07.1984
Stadtteil Klettenberg

Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln-Klettenberg, da es die Geschichte der Stadtentwicklung dieses neuen Stadtteils zwischen Sülz und Zollstock dokumentiert. Der Stadtteil Klettenberg ist erst nach der Jahrhundertwende in Anschluß an Sülz unter dem Einfluß der von England kommenden und in Deutschland früh weitergeführten Gartenstadtbewegung gegründet worden und umfaßt sowohl im stadtnahen Teil Mietstockwerksbauten für gehobene bis mittlere soziale Schichten als auch Eigenheime, deren Wert durch die umgebenden Parks (Klettenberg- und Beethovenpark) erhöht wird. Die Petersbergstraße verläuft parallel zur Luxemburger Straße und verbindet den stadtnahen Bereich mit der Bebauung am Klettenbergpark.

Das drei- bis vierachsige Wohngebäude aus der Zeit um 1907 besitzt eine Putzfassade mit Stuckgliederung, die vor allem das kräftige gerade Mittelrisalit schmückt. Der Akzent der Fassade ist durch den relativ hohen, leicht abgeknickten Schmuckgiebel nach rechts verschoben. Auch der Vorbau, der je Geschoß zwei Fenster aufweist, ist asymmetrisch an die rechte Achse herangeschoben, während der linken eine breite Fassadenfläche verbleibt. Diese reizvoll-differenzierende Architektur setzt sich in den drei Rundbogenfenstern des Erd- bzw. Dachgeschosses fort, auch die kleinteilig erhaltenen Sprossenoberlichter der original erhaltenen Fenster bilden in der Architektur des Hauses ein wichtiges Element. Eine originale Haustür und eine teilweise erhaltene Vorgarteneinfriedung vervollständigen das historische Gesamtbild des Hauses. Rückwärtige Fassade in Backstein. Auch im Innern zeigt der Eingang die originale Wandverkleidung in Marmor mit der darüberliegenden prächtigen Stuckverzierung der Wände und der Decke. Auch Wohnungs- und Zimmertüren blieben erhalten sowie die Stuckdecken. Städtebaulich ist das Gebäude ein unverzichtbarer Teil des Ensembles der Petersbergstraße, die von Norden nach Süden fortschreitend bebaut wurde und deshalb eine Reihe hervorragender Bauwerke aus der Zeit von 1905 bis 1918 umfaßt. Das o. g. Gebäude ist als signifikantes und sehr gut erhaltenes Beispiel dieser Entwicklung unbedingt denkmalwürdig.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0