Wohnhaus
Leichtensternstraße 1 · Lindenthal
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_3992 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Leichtensternstraße 1, 50937 Köln |
| Baujahr | um 1908 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 09.12.1986 |
| Stadtteil | Lindenthal |
Das um 1908 erbaute 2geschossige, 2achsige Wohnhaus in originaler Einfriedung mit Giebelgeschoß und Schöpfwahndach präsentiert sich mit gekörnter Putzfassade, die Stuckgliederungen und einen scharrierten Sockel aufweist. Der Hauseingang und die Loggia sind durch Jugendstilelemente baukünstlerisch herausgestellt. Der Hauseingang ist durch eine quer gelagerte elliptische Blende über der Eingangstür betont, die mit Festons aus Stuck gerahmt ist, während die scharrierte waagerechte Eingangsüberdachung durch konkave, verzierte Tragelemente gestützt wird, die aus der Türrahmung heraustreten. Die dreiseitig geschlossene Loggia mit gestelztem Kobbogen im 1. OG ist über dessen Scheitel durch ein senkrecht gelagertes, flach gepolztertes Ellipsenfeld geschmückt - ebenfalls durch Festons verziert - das den Bogenscheitel in sich aufnimmt und ein breites Gurtgesims überlagert. In Brüstungs- und Fensterbankhöhe tangiert das Holzgeländer der Loggia ein mittleres Gurtgesims und ruht auf einer profilierten Auskragung, die von einem unteren Gurtgesims umschlossen und von verzierten Konsolen gestützt wird. Das profilierte Traufgesims fällt durch seine breite, konkave Kehlung auf und bildet eine Rahmung mit dem gleichbreiten Gurtgesims über der Loggia. Dergestalt verdeutlicht die Fassadengliederung als konstruktiver Teil des Hauskerns dessen Proportionen entsprechend seinem Querschnitt. Innerhalb der Loggia wird die mittlere Tür von zwei Rundbogenfenstern flankiert. Neben der Loggia besitzt das Fenster eine breite, flache Stuckrahmung mit etwas hervortretendem Gesims über dem Fenstersturz, die in das breite mittlere Fensterbankgesims übergeht. Dagegen sind die Fenster im EG und Giebelgeschoß durch eine schmale, glatte Putzblende gerahmt. An der rechten Seitenfassade führt ein vorgebauter Nebeneingang mit neugotischem Spitzbogenfenster und Glasornamenten zum Souterrain. Neben dem dahinter befindlichen Söller mit Balkon schließt ein zweiter Nebeneingang die Fassade ab.
Für die Geschichte der Menschen in Lindenthal ist das o. g. Gebäude bedeutend, weil es mit in den Ausbauprozeß des Geländes zwischen Zülpicher und Dürener Straße gehört, der um 1900 einsetzt und bis in die 20er Jahre anhält; somit ist es ein Dokument der Baugeschichte Lindenthals für ein reines Wohngebiet mit gehobenen Wohnansprüchen.
Zwischen Zülpicher und Kerpener Straße verlaufend, hat die Leichtensternstraße strukturell noch Teil an dem strengen Straßenraster zwischen Luxemburger, Berrenrather und Zülpicher Straße und präsentiert mit dem o. g. Gebäude, das ein Denkmalensemble mit dem Haus Nr. 8 - 12 bildet, die Originalbebauung der Ausbauphase Lindenthals um die Jahrhundertwende.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0