Wohnhaus
Heinestraße 6 · Lindenthal
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_4036 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Heinestraße 6, 50931 Köln |
| Baujahr | um 1929 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 10.02.1987 |
| Stadtteil | Lindenthal |
Die um 1929 im Bauhausstil errichtete 3-geschossige Doppelvilla präsentiert einen auf Klarheit, Sachlichkeit und Zweckmäßigkeit ausgerichteten Baukörper, am Haus Nr. 6 straßenseitig mit 2 Achsen, Risalit und Dachgarten; über dem 2. OG schließt der Baukörper hinter dem Dachgarten mit einem Flachdach ab. Durch breite Mauerdurchbrüche im 2. OG wird unter Wahrung der Gesamthöhe der Fassaden der Dachgarten (auch beim Gebäudeteil Nr. 4) in das kubische Gesamtgefüge des Baukörpers integriert. Die linke Seiten- und Eingangsfassade (2 Achsen) kragt mit der hinteren Hälfte des Baukörpers seitlich aus einem schmalen, 1-achsigen zusätzlichen Fassadenvorsprung, der abgerundet nach hinten abschließt. Auf der Ecke zur Gartenseite zeigt die rückwärtige, 2-achsige Fassade einen halbrunden Parterreerker mit daneben befindlicher überdachter Gartenterrasse. Im 1. OG befindet sich über dem rechten Fenster eine halbkreisförmige Verdachung, die den Grundriß des Parterreerkers wieder aufnimmt. Insgesamt kommt eine vertikale und horizontale Durchformung der Fassaden des ganzen Baukörpers zum Ausdruck, in der sich eine auf die reine Harmonie geometrischer Formen beschränkte konstruktive Architektursprache dokumentiert. Dergestalt kommt es zur flächigen Vereinheitlichung der Fassaden, die eine Durchdringung von Innen- und Außenraum bewirkt, in der sich eine Überwindung des geläufigen Verständnisses von der Fassade als einer Hauptansicht ausspricht, so daß auch die rückwärtige und seitenwärtige Fassade die Proportionen des Hauskerns seinem Querschnitt entsprechend verdeutlichen.
Das Haus Heinestr. 6 ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Lindenthal, da es den um 1900 einsetzenden und bis in die zwanziger Jahre anhaltenden Ausbauprozeß des Geländes zwischen Zülpicher Straße und Dürener Straße zu einem reinen Wohngebiet für eine Bevölkerung mit gehobenen Wohnansprüchen dokumentiert. In der Nähe der Universitätsklinik entstand eine Bebauung von Ein- und Mehrfamilienhäusern und Villen, die durch Hinter- und Vorgärten, Parks und Straßenbepflanzung aufgelockert ist.
Als Bestandteil der Doppelvilla gehört das o. g. Objekt in eine Villenbebauung vornehmlich aus den 20er Jahren, in der Stilformen des Expessionismus und des Bauhauses zur Anwendung kommen, die eine individuelle städtebauliche Konzeption dokumentieren. Für die Heinestraße akzentuiert die kubische Fassade des o. g. Objektes den Schnittpunkt zur Bardenheuerstraße.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0