Wohnhaus
Thielenstraße 12 · Ehrenfeld
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_4052 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Thielenstraße 12, 50825 Köln |
| Baujahr | 1913 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 18.02.1987 |
| Stadtteil | Ehrenfeld |
Das Gebäude wurde 1913 errichtet. Baugeschichtlich aussagefähig ist das 7:4 achsige mansardgedeckte Gebäude mit abgeschrägter Ecke und einem Dacherkeraufbau als Beispiel einer Bauweise mit Stilanklängen aus dem geometrischen Jugendstil.
Das komplexe Gebäude wirkt trotzdem unterschiedlicher Fassadenlänge einheitlich komponiert durch jeweils einen, die Fassaden seitlich abschließenden, nur sehr flach hervortretenden Erker mit geschweifter, volutengeschmückter Giebelbekrönung. Die Gliederung der Fassaden erfolgt durch ein Traufgesims über dem gequaderten Erdgeschoß, wobei die strenge horizontale Teilung durch den etwas tiefer, noch auf der Erdgeschoßzone aufliegenden Flacherker unterbrochen wird.
Belebt und strukturiert werden die Fassaden durch die unterschiedlichen Fensterbreiten.
- Formen (gerade und rundbogig) und
- Rahmungen (Gesimse mit Flachputzkonsolen, Karniesbögen im Erdgeschoß).
Das zwischen 2 Achen liegende Portal ist durch ein kleines schiefergedecktes Dach sowie geometrische Rahmung betont. Ein wesentliches Architekturdetail sind an diesem zurückhaltend dekorierten Gebäude die Fenster mit ihren kleinteiligen Oberlichtsprossen sowie geometrische Rahmung betont. Ein wesentliches Architekturdetail sind an diesem zurückhaltend dekorierten Gebäude die Fenster mit ihren kleinteiligen Oberlichtsprossen sowie den erhöhten Mittelkämpfern in den Rundbogenfenstern der Erker. Insgesamt verdeutlichen die Fassaden als konstruktive Teile des Hauskerns Proportion, Geschoßgliederung und Höhe des Gebäudes. Im Innern des Gebäudes ist an originalen Ausstattungsteilen noch erhalten: Terrazzofußboden und Treppe, gedrechseltes, umlaufendes Stabgeländer mit Antrittspfosten.
Ortsgeschichtlich bedeutend ist das Wohnhaus als Beispiel für die Spätphase der Erschließung Ehrenfelds. Sie ist in dem nördlich der Venloer Straße seit den 70er Jahren als Wohngebiet erschlossenen Vorortsbereich gelegen, in unmittelbarer Nachbarschaft zu den zahlreichen großen Industriebetrieben im Süden der Venloer Straße. Die Objekte sind als Mietsbauten für die in den Produktionsbetrieben arbeitende Bevölkerung errichtet worden und haben dementsprechend Innenausstattung. Sie sind typische Beispiele für die fortgeschrittene industrielle Expansion Ehrenfelds nach der Jahrhundertwende und dokumentieren ein wichtiges Stadium der Vorortsgeschichte.
Städtebaulich bedeutend ist das o. g. Gebäude als Bestandteil eines Straßenensembles sowie als eines von 4 noch erhaltenen Eckhäusern, die in dieser Vollständigkeit stellten anzutreffen sind und den historischen Charakter an dieser Straßenkreuzung über die Jahre bewahrt haben.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0