Wohn- u. Geschäftshaus
Friesenwall 82 · Altstadt/Nord
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_4234 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohn- u. Geschäftshaus |
| Adresse | Friesenwall 82, 50672 Köln |
| Baujahr | um 1870 bis 1880 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 27.07.1987 |
| Stadtteil | Altstadt/Nord |
Das Gebäude wurde um 1870 - 80 errichtet. Bauhistorisch bedeutsam ist das 4-geschossige, 4-achsige Traufenhaus mit Seitenhaus und kleinem Hinterhaus aus Backstein aufgrund seiner streng gegliederten Stuckfassade mit Stilanklängen aus der Renaissance. Die Fassade wird gegliedert durch Sohlbank- und Stockwerkgesimse sowie ein Traufgesims. Die stichbogigen Fensterlaibungen in gerader Rahmung weisen jeweils eine profilierte Gesimsverdachung auf. Im 1. OG sind die Mauerkanten durch diamantierte, aufgeputzte Quader betont, das 2. OG ist im Fugenschnitt strukturiert.
Insgesamt verdeutlicht die Fassade als kontruktiver Teil des Hauskerns Proporition, Geschoßgliederung und Höhe des Gebäudes. Im Innern des Hauses sind an originalen Ausstattungsteilen noch erhalten: rückwärtige Hoftür, Holztreppe, gedrechseltes, umlaufendes Geländer mit Antrittspfosten bis einschließlich 1. OG, Wohnungstürabschlüsse, Flurfenster, Zimmertüren, Stuckdecken.
Ortsgeschichtlich bedeutend ist das Wohn- und Geschäftshaus, da es den Ausbau des westlichen Teils der Kölner Altstadt dokumentiert. Rascher Bevölkerungszuwachs und rege Bautätigkeit durch wirtschaftlichen Aufschwung prägten wesentlich das Erscheinungsbild des Friesenwalls. Die noch freien Grundstücke innerhalb des Festungsgürtels wurden ausgenutzt und je nach Lage mit Häusern unterschiedlicher sozialer Bestimmung bebaut.
Städtebaulich bedeutend ist das Objekt als Bestandteil eines Gebäudeensembles mit den Häusern Nr. 84, 94, 96, 98 in diesem Straßenteilabschnitt. Mit den übrigen erhaltenen, historischen Bauwerken des Friesenwalles repräsentiert das Objekt das ehemalige Erscheinungsbild der Straße.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0