Wohnhaus
Schützenhofstraße 5 · Mülheim
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_4375 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Schützenhofstraße 5, 51063 Köln |
| Baujahr | um 1890 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 09.12.1987 |
| Stadtteil | Mülheim |
Das um 1890 erbaute Wohngebäude besitzt eine Stuckfassade von 4 Achsen und 4 Geschossen. Die sehr schlichte Ornamentik dieses Arbeiterhauses besteht aus horizontalen Gesimsen über den Fenstern und über den Geschossen und entspricht in etwa der Gestaltung der anderen Häuser dieser Straße.
Das Grundstück hat eine große Tiefe und bietet deshalb Raum für ein langes Hinterhaus von 5 Achsen, zu dem noch ein rückwärts gelegenes, Vorder- und Hinterhaus erschließendes Treppenhaus gehört. Dieses Treppenhaus wird durch eine Toreinfahrt erreicht. Die Stufen sind aus Kunststein und besitzen ein originales schmiedeeisernes Geländer.
Die Wohnungsabschlüsse wurden erneuert, die meisten Innentüren sind original erhalten. Die Fenster wurden nach dem Original erneuert. Die Hoffassade ist aus Backstein.
Das Haus Schützenhofstr. 5 ist bedeutend für die Geschichte des Stadtteils Mülheim, der 1914 in die Stadt Köln eingemeindet wurde. Die ehemalige Kreishauptstadt eines nordöstlich Kölns gelegenen Landkreises wurde bereits 1098 urkundlich erwähnt und stieg unter den Bergischen Grafen bald zu einer sogenannten "Freiheit" auf. Diese weitere Entwicklung, insbesondere die Umwallung des Ortes, wurde von der Freien Reichsstadt Köln gewaltsam verhindert. Mülheim gewann erst im 18. Jahrhundert auf Grund einer freien Religionsausübung im Bergischen einige Bedeutungen, als die Seidenfabrikation unter der Familie Andreae sich hier entwickelte. Im 19. Jahrhundert siedelten sich durch den Bau von Eisenbahn und Straßen bedeutende Industrieunternehmen auf dem Stadtgebiet an, so daß das klein maßübliche Straßengeviert der Altstadt sich schnell zur weitreichenden gründerzeitlichen Vorstadtbereichen ausdehnte. Die Schützenhofstraße ist eine fast in der Gesamtheit erhaltene Wohnstraße mit durchgängiger Bebauung. Für die Nutzung und Erhaltung sprechen vor allen Dingen städtebauliche Gründe.
Städtebaulich ist das Objekt Teil eines Ensembles von Arbeiterhäusern (von Nr. 5 bis Nr. 11) des späten 19. Jahrhunderts, die mit dem starken Anwachsen der Mülheimer Industrie und Bevölkerung im geschlossenen städtebaulichen Zusammenhang straßenweise gebaut wurde. Die Schützenhofstraße ist somit eine geschlossen gehaltene Wohnstraße aus der Gründerzeit zu deren Erhaltung und Charakter durch verkehrsberuhigende Mamßnahmen unterstützt wird.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0