Wohn- u. Geschäftshaus

Vor den Siebenburgen 36 · Altstadt/Süd

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_4396
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohn- u. Geschäftshaus
Adresse Vor den Siebenburgen 36, 50676 Köln
Baujahrum 1880
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 21.12.1987
Stadtteil Altstadt/Süd

Der Bau weist sich als 4geschossiges, 3achsiges Geschäfts- und Wohnhaus aus. Baugeschichtlich stellt es ein für Köln charakteristisches Dreifensterhaus dar. Als konstruktiver Teil des Baukörpers verdeutlichen die Fassaden Proportion, Geschoßgliederung und -höhe sowie Dachaufbau des Gebäudes. Über dem als Ladenlokal ausgebauten Erdgeschoß (mit originalen Stützen-Einbau) ist die Straßenfassade, eine Putzfassade mit Stuckgliederung, streng axial und im Achsenabstand gleichmäßig gegliedert; Gesimse und Fugenschnitt gliedern sie horizontal. Die Bauzier ist nach dem Formgut der Renaissance gesetaltet; sie besteht in: Rustizierung, Fensterschlußsteinen, ornamentierten Brüstungsfeldern/1. Obergeschoß; Pilasterrahmung, Giebelverdachung mit Füllmotiven/2. Obergeschoß; Profilrahmung (mit Ohren und Agraffe) und Konsolbänke der Fenster/3. Obergeschoß.

Ortsgeschichtlich dokumentiert es die Bebauung der Straße Vor den Siebenburgen um 1880. Industrialisierung und zunehmende Bevölkerungsdichte bedingten die Erschließung der restlichen, teilweise noch landwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzten Freiflächen, so auch an der oben erwähnten Straße, die bis in die 1870er Jahre kaum bebaut war. Das Haus Nr. 36 veranschaulicht exemplarisch als eines der wenigen erhaltenen historischen Bauwerke in dieser Straße den zeitbedingten Wandel, der sich im 19. Jahrhundert in der südlichen Altstadt vollzog.

Städtebaulich vermittelt das Haus als historisches Einzelobjekt den Architekturmaßstab des 19. Jahrhunderts, der auch für die weitere Bebauung der Straße gültig geblieben ist und somit das Straßenbild formte. Inmitten von neuen bzw. modernisierten Bauten bildet es einen konstrastierenden Blickfang.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0