Wohnhaus
Heinrichstraße 50 · Altstadt/Süd
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_2352 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Heinrichstraße 50, 50676 Köln |
| Baujahr | 1890 bis 1903 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 04.05.1984 |
| Stadtteil | Altstadt/Süd |
Das Eckhaus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in der Altstadt, da es deren Ausbau im Zeitalter der Industrialisierung dokumentiert. Durch die Entwicklung des Schienenverkehrs und der Industrieproduktion hatte Köln im 19. Jh. einen wirtschaftlichen Aufschwung erlebt, der einen raschen Bevölkerungszuwachs zur Folge hatte. Die noch freien Grundstücke innerhalb des Befestigungsgürtels der Altstadt waren von besonderer Attraktivität für die Unternehmer, da hier in unmittelbarer Nachbarschaft sowohl Arbeitsstätten als auch die arbeitende Bevölkerung angesiedelt werden konnten.
Das dreigeschossige Eckhaus Heinrichstraße 50/Steinstraße 12 wurde als ein Wohn- und Geschäftshaus um 1895 bis 1898 errichtet. Es zeigt zwei auf die Achse der abgeschrägten Ecke symmetrisch bezogene Fassaden je acht Achsen mit Stuckgliederung im Stil des Neobarocks. Eine originale Haustür (Heinrichstraße), ein originales Tor (Steinstraße) sowie stilechte Fenster und Glasvitrinen (Sockel) ergänzen die ästhetische Einheit der Fassadengestaltung. Im Hausinnern ist erhaltungswürdig: zwei originale Treppenhäuser (Treppen, Wohnungseingangstüren - mit Ausnahme des Treppengeländers in der Heinrichstraße), Stuckdecken und einige Zimmertüren in Wohnräumen sowie die originale Grundrißstruktur der Wohnungen (mit Ausnahme des EG). Mit den Häusern Heinrichstraße 44, 46 bildet das o. g. Objekt ein städtebauliches Ensemble von Gründerzeitbauten, die als Relikte die ursprüngliche städtischen Bebauung der Heinrichstraße dokumentieren. Im Stil (Neobarock) nimmt die Fassadengestaltung des o. g. Hauses einen Bezug auf die nahe Barockkirche St. Maria vom Frieden (Vor den Siebenburgen 4).
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0