Wohnhaus
Damianstraße 4 · Esch/Auweiler
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_4419 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Damianstraße 4, 50765 Köln |
| Baujahr | um 1870 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 25.01.1988 |
| Stadtteil | Esch/Auweiler |
Das Kleingehöft wurde um 1870 als Häuslerstelle errichtet und bestand ursprünglich aus einem Wohnhaus mit rechtwinklig dazu getrennt gebauten Scheunen und Stallgebäude, das jedoch jetzt auch als Wohnhaus genutzt wird. Beide Gebäude waren eingeschossig und mit einem Satteldach gedeckt, während die anschließende, wohl aus neuerer Zeit stammende Remise ein Pultdach besitzt. Das Mauerwerk besteht aus Feldbrandsteinen, ursprünglich war die Fassade des Wohnhauses zur Straße hin verputzt. Einige S-förmige Maueranker blieben in den Giebelseiten vom Längstragwerk erhalten, das aufwendige Fachwerk der Innenwand in Eiche mit darüberliegender Binderkonstruktion gehört ebenfalls noch zur originalen Bausubstanz. Der Innenausbau sowie Türen und Fenster wurden erneuert. Das Gebäude ist teilweise mit einem Backsteingewölbe unterkellert. Die Häuser werden heute zweigeschossig genutzt und sind teilweise mit neuem Fachwerk ergänzt worden.
Der an der Rückseite des Gebäudes sich anschließende Garten dokumentiert, daß trotz einer Landreserve die häufige Erweiterung des Anwesens beim Generationswechsel unterblieb.
Der Zehnte des Kirchspiels Esch, seit 989 im Besitz von Groß St. Martin, wurde laut Urkunde um 1080 von Erzbischof Siggewin dem Kapitel St. Andreas zu Köln geschenkt. Der dazugehörige Frohnhof war noch bis ins 19. Jahrhundert vom übrigen Dorfkern durch einen Weiher getrennt, während die romanische Kirche auf einem kleinen Hügel liegt. Politisch teilte sich die Pfarre in Teile des Erzbistums Köln, der Grafschaft Jülich und der Grafschaft Berg auf.
Näher zur Kirche St. Martinus liegen der Damianshof, der Wernerhof und der Schornshof, vor allem bildet der Friedhof mit seinen für Köln bedeutenden Plastiken ein ummauertes Zentrum des in seinem Charakter noch relativ einheitlich erhaltenen Dorfkernes. Die Damianstraße ist ein bei rheinischen Dörfern häufiger auftretender typischer Erschließungsweg für Häuslerstellen, mit Zugang zu den beiden Großhöfen Frohnhof und Wernershof.
Das o. g. Objekt ist eins von mehreren Häuslerstellen, die sich im Bereich der Damianstraße erhalten haben und einen Teil der alten Dorfbebauung zwischen Frohnhof und Wernershof bilden.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0