Hofanlage Schornshof

Griesberger Straße 27 · Esch/Auweiler

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_4431
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungHofanlage Schornshof
Adresse Griesberger Straße 27, 50765 Köln
Baujahr18. bis 19. Jahrhundert
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 01.02.1988
Stadtteil Esch/Auweiler

18. und 19. Jh. erbaut, geschlossene Hofanlage. Auf der Südseite eingeschossiges Wohnhaus mit Satteldach, im Kern 18. Jh. (Fachwerk, weitgehend verputzt), Giebelseite zur Griesberger Straße aus Backstein (geschlämmt) um 1860, mit stichbogigen Fensteröffnungen, Klappläden, Mauerankern; im Inneren aus dem 18. Jh. erhalten: im EG in Diele und Wohnraum Kölner Decken, in der Diele Holztreppe mit Balustergeländer und Fliesenbeläge, Gewölbekeller. Anschließend auf der SüdWest- und Nordseite eingeschossige Wirtschaftsgebäude aus Backstein mit Satteldächern, um 1860 (Scheune mit Gebälk aus dem 18. Jh., später auf den Hof transloziert), stichbogige Tür- und Fensteröffnungen. Auf der Ostseite zweigeschossiges Gesindehaus aus Backstein mit Satteldach, um 1860, stichbogige Tür- und Fensteröffnungen; Einfahrt mit Eisentor und an das Wohnhaus anschließende Backsteinmauer mit stichbogiger Türöffnung. Pumpe vor der hofseitigen Fassade des Wohnhauses. Bestandteil des Denkmals ist das nordwestlich an den Hof grenzende Wiesenland.

Der auf das Mittelalter zurückgehende Ortskern des Dorfes Esch entwickelte sich um die im Kern aus dem 11. Jahrhundert stammende Kirche St. Martinus auf dem Griesberg und ist geprägt durch seine Lage am Rande eines alten Rheinarms. Für das Erscheinungsbild des engeren dörflichen Bereichs, der sich durch eine Fülle historischer Bauten auszeichnet, sind die in ihrem Ursprung mittelalterlichen großen Hofanlagen, die kleineren Gehöfte und ländlichen Wohnhäuser, überwiegend in Backstein errichtet, von besonderer Bedeutung. Der Schornshof (Griesberger Str. 27) liegt an der Griesberger Straße, der eigentlichen Hauptstraße des Dorfkerns. Er dokumentiert die ländlichen Arbeits- und Lebensverhältnisse in Esch und zeichnet sich besonders durch seine geschlossen erhaltene Anlage aus Wirtschaftsgebäuden des späteren 19. Jahrhunderts und dem im Kern aus dem 18. Jahrhundert stammenden, zur Straße giebelständigen Wohnhaus aus. Zugleich ist er ein wichtiges Beispiel für die ursprünglich auf Anhöhen am Rande der Flußniederungen gelegenen Höfe mit angrenzendem Weideland. In seinem unbebauten, früher weitgehend kultivierten Zustand bildet das zugehörige Wiesenland den landschaftlichen Übergang vom alten Rheinarm zum Schornshof und ist somit wesentlicher Bestandteil der historischen Hofanlage, die zu den ortsbildprägenden Bauten innerhalb des städtebaulichen Ensembles des Dorfes Esch gehört und unbedingt zu erhalten ist.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0