Wohnhaus
Robertstraße 17 · Kalk
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_4611 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Robertstraße 17, 51105 Köln |
| Baujahr | um 1897 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 18.05.1988 |
| Stadtteil | Kalk |
Das laut Adreßbuch um 1897 erbaute Wohnhaus besitzt die für diesen Bereich Kalks typische 4-achsige Stuckfassade von 4 Geschossen, die im Stil der Neorenaissance konzipiert ist. Die Ansicht ähnelt der des Nachbarhauses Nr. 15, das ebenfalls einen Eingang in der Außenachse und damit einen relativ großzügigen Wohnungsgrundriß aufweist. In beiden Fassaden werden die beiden Mittelachsen durch kräftigere Übergiebelungen herausgehoben. Die Betonung der Belétage wird durch plastische Dreiecksgiebel über den Mittelfenstern, im 2. OG wie bei Haus Nr. 15 durch sparsamere Fensterverdachungen hervorgehoben, während die Seitenachsen konsolgestütztes Fenstergebälk aufweisen. Der plastische Dekor nimmt nach oben hin ab und beschränkt sich im 3. OG auf ein schlichtes Gesims über den gleichmäßig gereihten, knapp umrahmten Fenstern. Das kräftig rustizierte Erdgeschoß wird durch ein Geschoßgesims und ein konsolgestütztes Sohlbankgesims von den Obergeschossen getrennt, die ihrerseits durch konsolgestützte Sohlbankgesimse unterteilt werden. Die Fenster sind original. Die Haustüre wurde erneuert (Stand 1988).
Der Industrievorort Kalk entwickelte sich explosionsartig in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts von einer Ansammlung von 3 Höfen mit Wallfahrtskapelle zu einer dicht besiedelten Arbeiterstadt mit zahlreichen Fabriken. Von diesen sind als bedeutendste noch heute die Chemischen Werke Kalk und Klökkner Humboldt Deutz (früher Firma Liesegang) tätig. Außerhalb der alten Befestigungsanlagen in Deutz entstanden die Straßen teilweise in Ausbau der alten Flurwege, teilweise wie die Trimborn-, Robert- und Johann-Meyer-Straße als neue Trassierung auf den Feldern der Bauern, hier der Erben Trimborn, die auch den Ausbau der Straßen und die Errichtung des Postgebäudes förderten. Das o. g. Gebäude ist Zeugnis dieser Phase und spiegelt die stilistischen Prinzipien des Historismus wider.
Städtebaulich ist das Objekt Teil des noch überaus vollständig erhaltenen Straßenraumes der Robertstraße, deren Bauten relativ anspruchsvoll dekoriert waren, und bildet mit den gleichzeitig erbauten Häusern Nr. 9 und 18 ein städtebauliches Ensemble.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0