Wohnhaus
Sachsenring 8 · Altstadt/Süd
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_5230 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Sachsenring 8, 50677 Köln |
| Baujahr | 1892 bis 1893 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 01.09.1989 |
| Stadtteil | Altstadt/Süd |
Der Kölner Stadtbaumeister J. Stübben hatte als Randbebauung des breitangelegten Sachsenringes Villen für die reich gewordenen Kölner Bürger vorgesehen - diese Bebauung ist aber leider durch Grundstücksspekulation und Bomben weitgehend verschwunden. So fehlt auch das Gegenstück der o. g. Halbvilla, das symmetrisch zu der vorhandenen Fassade angenommen werden muß. Dadurch wäre der Gesamteindruck der asymmetrisch angelegten Halbvillen wieder geschlossen gewesen.
Eine solche Anlage entspricht dem Stilempfinden des späten Historismus der in dieser zweieinhalbgeschossigen Fassade mit Souterrain aus dem Jahr 1892/93 Stilelemente an die Südosteuropäische Renaissance (Böhmen) - besonders in dem hoch aufgerichteten Schmuckgiebel - zeigt. Die Stuckfassade weist zwei Doppelachsen auf, die äußere wird durch Blendgiebel und vorgesetzter Veranda-Balkonkonstruktion betont. Denkmalwert ist das originale Eisengitter des Vorgartens, das mit dem Gitter der Souterrainfenster und der originalen Haustüre korrespondiert. Auch die Fenster sind noch original erhalten - die rückwärtige Fassade (mit kleinem dahinterliegenden Garten) wurde verputzt.
In das Innere des Gebäudes wurde (wohl in den zwanziger Jahren) eine Terrazzotreppe mit Holzgeländer eingebaut, die das herrschaftliche Privathaus in einen Mietgeschoßbau mit Einzelwohnungen abänderte. Die originale Auschmückung ist leider bei diesem Umbau weitgehend vernichtet worden.
Das Haus Sachsenring 8 ist bedeutend für die Menschen der Kölner neustadt, da es eines der letzten erhaltenen Bauten aus der Erstbebauung des Sahsenringes nach der Niederlegung der Kölner Stadtmauern ab 1881 ist.
Das o. g. Gebäude ist eines der wenigen Baudokumente, die die wechselvolle Geschichte der Neustadt seit ihrer Begründung aufzeigen. Es ist deshalb für Köln unverzichtbar.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0