Geschäftshaus
Hahnenstraße 47 · Altstadt/Süd
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_5993 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Geschäftshaus |
| Adresse | Hahnenstraße 47, 50667 Köln |
| Baujahr | um 1950 |
| Architekt / Planung | Wilhelm Riphahn |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 23.04.1991 |
| Stadtteil | Altstadt/Süd |
Erbaut um 1950, Architekt Wilhelm Riphahn; 1 1/2 geschossiges Ladenlokal, Teil einer Ladenzeile; kubischer Stahlskelettbau mit vorkragendem Flachdach, Fassade verputzt, am linken Gebäuderand mit Naturstein (Travertin) verkleidet, Fenster und Eingangsbereich, jetzt gemeinsam mit Nr. 49, weitgehend verändert (umgehbare Schaufenstervitrine in der Mitte des gemeinsamen Eingangsbereiches von Nr. 47 und Nr. 49). Im Innern (gemeinsames Ladenlokal mit Nr. 49) original erhalten: Stahlbetontreppe mit Kunststeinbelag (Terrazzo) und Metallgeländer im vorderen Ladenbereich, Treppe mit originalen Geländer im rückwärtigen Gebäudeteil, weitgehend originale Fenster mit Metallgliederungen.
Die 50er Jahre, die Wiederaufbauphase nach den Zerstörungen des 2. Weltkrieges, geraten als inzwischen abgeschlossene Bauepoche immer mehr in das Interesse der Allgemeinheit. Aus dieser Zeit verfügt Köln über eine Anzahl Bauten von hoher baukünstlerischer Qualität, von den Architekten oft im Sinne eines "Gesamtkunstwerkes" durchgestaltet. Die Hahnenstraße ist der erste nach einem Gesamtkonzept erstellte Straßenzug Kölns nach dem 2. Weltkrieg und eine der ganz wenigen in Deutschland überhaupt. Riphahns Entwurf der Hahnenstraße als stark durchgrünte und durchlüftete Flanier- und Geschäftsstraße ist gleichzeitig die Reduzierung der vorangegangenen NS-Stadtplanung, die hier eine breite Aufmarschstraße mit Monumentalbebauung vorsah. Das o. g. Gebäude führte die Reihe der schon bestehenden ein- bzw. eineinhalbgeschossigen Ladenbauten fort. Alle Bauten folgen dem konstruktiven Prinzip der Industriehalle: ein Stahlskelett wurde mit Schwemmsteinen ausgefacht und Betonfertigteil-Decken versehen. Ein weit auskragendes, alle Läden verbindendes Vordach über der ursprünglich ganz in Glas aufgerissenen Fassade sorgte für einen passagenähnlichen Charakter. Eine klare Raumdisposition mit dominierender Treppenanlage beherrscht das Innere der Ladenlokale, die aus räumlichen und beleuchtungstechnischen Gründen nach hinten mit versetzten Ebenen zwei- bzw. eineinhalbgeschossig werden. Das o. g. Objekt ist auch als integraler Bestandteil des Gesamtkonzeptes "Hahnenstraße" ein unverzichtbares Dokument.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0