Hahnenstr.
Die Hahnenstraße in ihrer heutigen Form ist das Ergebnis von Überlegungen, die bereits seit Ende der 20er Jahre des 20. Jhdts. angestellt wurden. Die Verbindungen zwischen Rudolfplatz, Neumarkt und Heumarkt bestanden nur aus engen verwinkelten Straßen und man dachte darüber nach, einen breiten Straßenzug zu errichten, der die die drei zentralen Plätze der Altstadt verbinden sollte. Ende der 30er Jahre wurde ein breiter Durchbruch quer durch die alte Bebauung geschlagen, der bis heute den Straßenzug Rudolfplatz, Hahnenstraße, Neumarkt, Cäcilienstraße, Heumarkt bildet. (Alte Kölner sprachen noch lange nach dem Krieg von der "Durchbruchstraße") Die Machthaber der 30er Jahre hatten dabei keinerlei Skrupel gewachsene Strukturen zu zerschlagen, zumal sie das breite Straßenband als ideal geeignet für Aufmärsche und Paraden ansahen. Der endgültige Ausbau erfolgte erst nach dem Krieg, wobei der federführende Architekt Wilhelm Riphahn (1889-1963) die Hahnenstraße als breiten Boulevard zum Flanieren mit einer pavillionartigen Randbebauung vorsah. Die Verkehrsentwicklung seit den 50er Jahren hat diese Idee obsolet werden lassen. Der Straßenzug ist heute eine breite, tosende, autobahnähnliche Verkehrsader, mit bis zu vierFahrspuren in jeder Richtung. Zusammen mit dem Straßenbahn- und Busverkehr bildet sie heute ein für Fußgänger kaum zu überwindendes, trennendes Hindernis, das die Stadt zerschneidet.