Wohn- u. Geschäftshaus
Glasstraße 87 · Ehrenfeld
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_6037 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohn- u. Geschäftshaus |
| Adresse | Glasstraße 87, 50823 Köln |
| Baujahr | 1893 bis 1894 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 02.05.1991 |
| Stadtteil | Ehrenfeld |
1893/94 erbaut. 3 Geschosse, 3 Achsen, Satteldach mit zwei Gauben. Zweifarbige Backsteinfassade, EG teilweise verändert, Fenster weitgehend original, Haustür verändert.
Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne des § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist, als auch wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:
Der Vorort Ehrenfeld, dessen Anfänge im wesentlichen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts liegen, gewann bis zu seiner Eingemeindung im Jahr 1888 durch industrielle Ansiedlungen rasch an Bedeutung. Die Glasstraße, an der sich das o. g. Objekt befindet, erinnert mit ihrem Namen an die ehemalige Ehrenfelder Glashütte - der einzigen ihrer Art in Köln und Umgebung -, die 1864 von Philipp Michel eingerichtet und 1927 stillgelegt wurde. Der ab 1875 parallel zur Eisenbahn angelegte Straßenzug wird vorwiegend geprägt durch dreigeschossige und dreiachsige Gebäude. Während diese im großen und ganzen mit Stuckfassaden versehen wurden, die mitunter symmetrisch aufeinander bezogen sind, besitzt das Haus Nr. 87 ebenso wie das gegenüberliegende Gebäude (Nr. 88) eine Backsteinfassade - hier mit sparsamen, farblich abgesetzten Gliederungen. Es vertritt das für Köln typische Dreifensterhaus auf L-förmigem Grundriß und mit Eingang in der Seitenachse, das, ausgehend von der Kölner Altstadt, ab den späten 70er Jahren auch in den Außenbezirken Verwendung fand. Die schlichte Fassadengestaltung verrät den noch vorhandenen Einfluß der vorstädtischen Bebauung und weist darüberhinaus auf die geringen Ansprüche der damaligen Bewohner hin. Trotz einzelner Veränderungen wird das o. g. Gebäude somit zu einem unverzichtbaren Dokument der Ehrenfelder Architektur des späten 19. Jahrhunderts und ihrer spezifischen Ausprägung.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0