Wohnhaus

Glasstraße 28 · Ehrenfeld

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_6038
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Glasstraße 28, 50823 Köln
Baujahrum 1890
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 02.05.1991
Stadtteil Ehrenfeld

Um 1890 erbaut. 3 Geschosse, 3 Achsen, Satteldach. Spätklassizistische Stuckfassade. EG verändert, Haustür und Fenster verändert. Rückseite: backsteinsichtig, teilweise angestrichen; Fenster weitgehend verändert. Im Innern original erhalten: im Vestibül und Flur Terrazzoboden, runder Stützbogen; Holztreppe, Holzgeländer mit gedrechselten Stäben und Antrittspfosten.

Nicht zum Denkmal gehören: eingeschossige rückwärtige Anbauten.

Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne des § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist, als auch wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:

Der Vorort Ehrenfeld, dessen Anfänge im wesentlichen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts liegen, gewann bis zu seiner Eingemeindung im Jahr 1888 durch industrielle Ansiedlungen rasch an Bedeutung. Die Glasstraße, an der sich das o. g. Objekt befindet, erinnert mit ihrem Namen an die ehemalige Ehrenfelder Glashütte - der einzigen ihrer Art in Köln und Umgebung -, die 1864 von Philipp Michel eingerichtet und 1927 stillgelegt wurde. Der ab 1875 parallel zur Eisenbahn angelegte Straßenzug wird vorwiegend geprägt durch dreigeschossige und dreiachsige Gebäude mit Stuckfassaden, die mitunter symmetrisch aufeinander bezogen sind. Das Gebäude ist wichtiger Bestandteil des zwischen Philipp- und Stammstraße gelegenen Straßenbereichs. Es bildet ein Ensemble mit den Häusern Nr. 22, 24 und 26 und trägt somit gemeinsam mit den gegenüberliegenden, zumeist wenig später errichteten Gebäuden (Nr. 17, 21, 29) zur Veranschaulichung des historischen Straßenbildes bei. Seine sparsame, doch qualitätvolle Fassadengestaltung verrät vereinzelt, etwa in der gestalterischen Betonung des 1. Obergeschosses, die Orientierung an der gehobeneren Architektur, dem jedoch die schlichte, teilweise erhaltene Innenausstattung entgegensteht. Als Beispiel für die für eine Erstbewohnerschaft mit geringeren Ansprüchen vorgesehene Bebauung in der Nachbarschaft der Ehrenfelder Industriegebiete wird das o. g. Gebäude daher zu einem unverzichtbaren Dokument.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0