Wohnhaus

Jabachstraße 10 · Altstadt/Süd

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_6116
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Jabachstraße 10, 50676 Köln
Baujahr1955 bis 1960
Architekt / PlanungHans Klein
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 18.06.1991
Stadtteil Altstadt/Süd

1955-1960 erbaut; Architekt Hans Klein. 4 Geschosse, 2 Achsen, Flachdach; Tordurchfahrt. Putzfassade, EG mit Klinkern; Balkonaustritte (teils mit originalem schmiedeeisernen Geländer, teils mit Betonbrüstung). Neueres Tor, Fenster und Balkontüren verändert, Haustür weitgehend original. Rückseite: verputzt, mit Balkonen; Fenster und Balkontüren verändert. Im Innern original erhalten: im Flur Terrazzofliesenboden, gegliedert durch vier Terrazzostufen; Terrazzotreppe, Geländer mit Eisenstäben und Mipolamhandlauf; weitgehend die Wohnungseingangstüren.

Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne des § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist, als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:

Die 50er Jahre, die erste Wiederaufbauphase nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs, geraten als inzwischen abgeschlossene Bauepoche immer mehr in das Interesse der Allgemeinheit. Aus dieser Zeit verfügt gerade Köln über eine große Anzahl von Bauten oder nach einem Gesamtkonzept erstellte Bereiche, in denen das vielfältige Erscheinungsbild der 50er Jahre-Architektur in eindrucksvoller Weise veranschaulicht wird. Dabei handelt es sich zum großen Teil um markante Kultur-, Geschäfts- und Bürogebäude, wohingegen im Bereich des Wohnbaus nur wenige qualitätvolle Beispiele faßbar sind. Zu diesen gehört das nach Plänen des Architekten Hans Klein errichtete o. g. Objekt, das ein Ensemble mit dem Haus Nr. 4-8 bildet. Während jenes Gebäude vor allem durch das Wechselspiel verschiedener Farben und Materialien besticht, liegt bei diesem die Betonung auf der Struktur, auf der Reliefwirkung der Fassade, an deren Oberfläche das Konstruktionssystem sichtbar wird und deren Blockhaftigkeit darüber hinaus durch die markanten, teils durch Betonbrüstungen geschlossenen, teils durch schmiedeeiserne Brüstungsgeländer geöffneten Balkone aufgelockert wird. Es macht die Bauauffassung der 50er Jahre und das damit verbundene abwechslungsreiche Erscheinungsbild in anschaulicher Weise verständlich und wird daher zu einem unverzichtbaren Dokument dieser Architekturphase.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0