Wohn- u. Geschäftshaus

Von-Sparr-Straße 46 · Mülheim

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_6173
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohn- u. Geschäftshaus
Adresse Von-Sparr-Straße 46, 51063 Köln
Baujahr1902
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 22.08.1991
Stadtteil Mülheim

1902 erbaut; 4 Geschosse, Mansarddach, 3 Achsen, Stuckfassade im Stil des Historismus; EG verändert. Fenster erneuert Haustür verändert. Im Innern original erhalten: im Flur rot gerahmter Terrazzoboden mit Mosaikkante, Deckenstuck, Stützbogen, hölzerne Treppenanlage mit Antrittspfosten und gedrechseltem Geländer, auf den Etagen Dielenfußböden, einige Wohnungseingangs- und Aborttüren mit Laibungen (EG-3. OG). Rückseite: backsteinsichtig, teilweise verputzt, seitlicher Anbau, Fenster teilweise original.

Nicht zum Denkmal gehört: 1geschossiger Anbau im Hof.

Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne des § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist, als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:

Mülheim, bis 1914 selbständige Stadt, hatte sich im 19. Jahrhundert von einer Gewerbestadt zu einem industriellen Vorort Kölns entwickelt. Als Folge dieser Industrialisierung erlebte Mülheim einen wirtschaftlichen Aufschwung und einen Bevölkerungszuwachs, der zur schnellen Bebauung des bis dahin freien Geländes entlang der Hauptstraßen und in der Nähe neuer Industrieanlagen führte. Seitlich der Berliner Straße entstanden so nach 1880 in nur wenigen Jahrzehnten Straßenzeilen mit meist 4geschossigen Mietstockwerkbauten, deren schmuckreicher Fassadendekor vorwiegend im Stil des Historismus und teilweise mit Elementen des Jugendstils komponiert ist. Die Von-Sparr-Straße wurde 1893 angelegt und 1895 standen mit den Häusern Nr. 8 und 10 die ersten Häuser am westlichen Ende der Straße. Die Bebauung erfolgte nicht einheitlich in Abschnitten, sondern punktuell über den Straßenzug verteilt. Das Haus Nr. 46 und die Nachbarbauten Nr. 44, 48 und 58 bilden ein kleines Ensemble von Kölner Dreifensterhäusern, das zwischen 1899 und 1902 erbaut, Beispiel gibt von der seriell erstellten und der sich teilweise in Dekordetails wiederholenden damaligen Mietshausarchitektur.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0