Wohnhaus
Klarastraße 57 · Ehrenfeld
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_6177 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Klarastraße 57, 50823 Köln |
| Baujahr | um 1890 bis 1895 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 26.08.1991 |
| Stadtteil | Ehrenfeld |
Um 1890/95 erbaut. 3 Geschosse, 3 Achsen, Satteldach. Zweifarbige Backsteinfassade, in der Art des Historismus in verschiedenen Stilrichtungen gestaltet. Fenster teilweise original, Haustür verändert. Rückseite: backsteinsichtig; mittiger beinahe fassadenhoher Toilettenanbau verputzt; Fenster teilweise original. Im Innern original erhalten: schwarzweiße Fliesen in Vestibül und Flur; das Vestibül abschließende Flügeltür mit Oberlicht, Holztreppe, Holzgeländer mit gedrechselten Stäben und Antrittspfosten; Wohnungseingangstüren. Nicht zum Denkmal gehört: eingeschossiger rückwärtiger Anbau (Art Fahrradschuppen).
Der Vorort Ehrenfeld dessen Anfänge im wesentlichen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts liegen, gewann bis zu seiner Eingemeindung im Jahr 1888 durch industrielle Ansiedlungen rasch an Bedeutung. Bereits zu Beginn der 70er Jahre des 19. Jahrhunderts erhielt Ehrenfeld seinen Ortsmittelpunkt mit der neugotischen Kirche St. Josef, die auch heute noch das Bild der Venloer Straße prägt. In geringem Abstand links und rechts vom Kirchenbau wurden etwa gleichzeitig die Wahlen- und parallel dazu die Klarastraße erschlossen. Die Klarastraße, an der sich das o. g. Objekt befindet, ist benannt nach der Ehefrau Christian Schults, des Ehrenfelder Bürgermeisters. Das Gebäude gehört zu den wenigen qualitätvollen Zeugnissen der historischen Bebauung. Es ist wichtiger Bestandteil einer ursprünglich aus drei Gebäuden bestehenden Häusergruppe (Nr. 57 bis Nr. 61), deren Mittelbau im Krieg zerstört wurde und entspricht in seiner Fassadengestaltung weitgehend dem Nachbarhaus Nr. 61. Diese zweifarbige, mit Gliederungen versehene Klinkerfassade zeigt ihrem Erscheinungsbild Einflüsse der Fabrikarchitektur, wie sie in diesem Kölner Industrievorort damals häufiger anzutreffen war und ist in dieser Form nur mit wenigen Objekten in den Nachbarstraßen zu vergleichen. Er wird somit auch als Hinweis auf die Typenvielfalt der kurz nach der Eingemeindung errichteten Ehrenfelder Wohnbebauung zu einem unverzichtbaren Dokument.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0