Wohn- u. Geschäftshaus
Klarastraße 46 · Ehrenfeld
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_6390 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohn- u. Geschäftshaus |
| Adresse | Klarastraße 46, 50823 Köln |
| Baujahr | 1904 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 03.02.1992 |
| Stadtteil | Ehrenfeld |
1904 erbaut; Eckhaus zur Stammstraße. 3 Geschosse, 3:2 Achsen, abgeschrägte Ecke mit Giebelhaus, ausgebautes Dachgeschoß (teilweise mit neueren Gauben). Stuckfassade mit Dekorationselementen im Jugendstil. Fenster erneuert bzw. verändert, Haustür neueren Datums.
Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne des § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist, als auch wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:
Der Vorort Ehrenfeld, dessen Anfänge im wesentlichen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts liegen, gewann bis zu seiner Eingemeindung im Jahr 1888 durch industrielle Ansiedlungen rasch an Bedeutung. Bereits zu Beginn der 70er Jahre des 19. Jahrhunderts erhielt Ehrenfeld seinen Ortsmittelpunkt mit der neugotischen Kirche St. Josef, die auch heute noch das Bild der Venloer Straße prägt. In geringem Abstand links und rechts vom Kirchenbau wurden etwa gleichzeitig die Wahlen- und parallel dazu die Klarastraße erschlossen. Die Klarastraße, an der sich das o. g. Objekt befindet, ist benannt nach der Ehefrau Christian Schults, des Ehrenfelder Bürgermeisters. Das Gebäude gehört zu den wenigen qualitätvollen Zeugnissen der historischen Bebauung. Mit seinen Stuckdekorationen im Jugendstil repräsentiert es die spätere Erschließungsphase Ehrenfelds und setzt mit seiner weitgehend unverändert erhaltenen Fassade einen städtebaulichen Akzent im Eckbereich zur Stammstraße. Mit der Wahl dieses Architekturstils orientierte man sich an den Gestaltungsformen des "vornehmeren" benachbarten Stadtteils Neuehrenfeld. Das Gebäude belegt somit zum einen die architektonische Entwicklung Ehrenfelds. Zum anderen verweist es auf die steigenden Ansprüche und in gewisser Weise auch auf das Selbstbewußtsein der Bewohner und des Bauherrn, der das Erscheinungsbild des Hauses dem des besser situierten Bürgers angleichen wollte. Es wird daher auch in dieser Hinsicht zu einem unverzichtbaren Dokument.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0