Wohnhaus
Försterstraße 4 · Neuehrenfeld
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_6226 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Försterstraße 4, 50823 Köln |
| Baujahr | 1903 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 07.10.1991 |
| Stadtteil | Neuehrenfeld |
1903 erbaut. 3 Geschosse, 4 Achsen, ausgebautes Dachgeschoß mit neueren Gauben. Stuckfassade in der Art des Historismus in verschiedenen Stilrichtungen dekoriert, außerdem mit Jugendstileinflüssen. Sockel verändert. Fenster und Haustür verändert.
In dem ab der Jahrhundertwende als eine Art Stadterweiterung zu Altehrenfeld erschlossenen Neuehrenfeld zählt die Försterstraße als Verbindung zwischen Ottostraße und Lenauplatz zu den ersten Siedlungsansätzen. Der in großen Teilen erhaltene Straßenzug gehört zu dem von Franz Zilkens vornehmlich an wohlhabendere Kreise veräußerten Bereich Neuehrenfelds. Das o. g. Objekt ist eins der frühesten Zeugnisse der Erstbebauung. Es ist integraler Bestandteil eines Ensembles, gebildet aus den etwa gleichzeitig - also noch vor dem Bau der Ottokirche (1907/8) - errichteten Häusern Nr. 4 bis Nr. 10, welches durch abwechslungsreiche Fassadendekorationen geprägt wird und sich von den für diesen Straßenzug üblichen mächtigen Zweispännermietshäusern absetzt. Vom Typus präsentiert es ein um eine vierte, aufwendigere Achse erweitertes Dreifensterhaus. Diese vierfenstrige Fassadengliederung weist auf die zunehmende Nutzung der Etagenwohnungen, also auf die verstärkte Besiedlung des neuen Vororts hin. Der Bedarf an Mietraum, der nicht zuletzt auch in der Attraktivität und Wohnqualität des Stadtteils begründet war, führte dann schließlich zur Errichtung der oben erwähnten breiter gelagerten Mietshäuser. Als Beleg für die architektonische Entwicklung Neuehrenfelds und als Beispiel für die stadtteilspezifische Bebauung wird das Gebäude somit zu einem unverzichtbaren Dokument.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0