Rest der Hofanlage Schwelmenhof
Berrischstraße 169 · Roggendorf/Thenhoven
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_6230 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Rest der Hofanlage Schwelmenhof |
| Adresse | Berrischstraße 169, 50769 Köln |
| Baujahr | 1857 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 07.10.1991 |
| Stadtteil | Roggendorf/Thenhoven |
1857 inschr. dat. (vgl. Maueranker an Giebelfront); Vierkanthof. Wohnhaus mit angeschlossenem Stall (Südflügel): Backsteinbau, giebelständig, 2geschossig, Schopfwalmdach (Dachflächenfenster). Wandöffnungen mit flachem Segmentbogen z. T. verändert bzw. zugemauert, neue Fenstereinbrüche; Gewände des hofseitigen Hauseingangs und Fenstersohlbänke aus Basalt, Werksteine für Angeln der ursprünglichen Klappläden, straßenwärtige Giebelfront mit Mauerankern und Ziegelschichtung, an südlicher Traufseite Ornamentanker. Im Innern original erhalten: preußische Kappendecken, 2 schiffiger Gewölbekeller mit älterer Backsteintreppe und -boden. Straßenwärtige Torbogeneinfahrt: Backstein, Satteldach, SAnker, ursprünglich mit Brettertor; rundbogige Seitenpforte neu. Straßenwärtige Wirtschaftsgebäude (ehemals Futterküche, Schweineställe, Knechtkammer; heute Ruine): schmale Backsteinbauten mit Werksteingliederung und Traufgesims, ehemals Satteldach, Wandöffnungen mit flachem Segmentbogen, Werksteine für Angeln der ursprünglichen Schlagläden bzw. Brettertüren. Nördliche Wirtschaftsgebäude (ehemals Pferdestall, heute Garage und Werkstatt): Backsteinbauten, 1 Torbogeneinfahrt mit Kämpfer in Basalt, Wandöffnungen ursprünglich mit flachem Segmentbogen (z. T. verändert), ursprünglich abgewalmtes Dach. Scheune (Ostflügel): Ruine, Mauern zum Hof mit 2 Torbögen nicht mehr erhalten, ursprünglich Schopfwalmdach. Nicht zum Denkmal gehören die rückwärtigen Schuppen und Remisen.
Die ursprünglich eigenständigen Straßendörfer Roggendorf und Thenhoven wuchsen bereits im späten 19. Jahrhundert zu einer Ortschaft zusammen, wobei eine städtebauliche Verbindung durch die Kirche St. Johann Baptist, die Schule und Geschäfte in der Baptiststraße geschaffen wurde. Während Roggendorf entlang der Sinnersdorfer Straße weitgehend seine dörfliche Struktur erhalten konnte, wurde das dörfliche Straßenbild in Thenhoven teilweise durch moderne Bauten durchbrochen. Umso bedeutender nehmen sich daher die wenigen historischen Bauten der Dorfbebauung aus, die sich entlang der Berrischstraße bis heute erhalten konnten. Als wichtiger Teil dieser historischen Bausubstanz und als Zeugnis der Entwicklung des Ortes Thenhoven ist der Schwelmenhof von großer ortsgeschichtlicher Bedeutung. Städtebaulich ist die Hofanlage Teil des einzigen in Thenhoven erhaltenen kleinen Gebäudeensembles (Nr. 153, 151 und 169), anhand dessen die für das Dorf ehemals typische Anordnung von giebel- und traufständigen, 1-2geschossigen Häusern ablesbar blieb. Baugeschichtlich bemerkenswert ist das für das späte Erbauungsjahr 1857 recht ungewöhnliche Schopfwalmdach, welches als Verweis auf den 3flügeligen Vorgängerbau gedeutet werden kann, von dem sich noch die Backsteintreppe im Keller und Mauerreste erhalten haben.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0