Wohn- u. Geschäftshaus
Berliner Straße 41 · Mülheim
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_6247 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohn- u. Geschäftshaus |
| Adresse | Berliner Straße 41, 51063 Köln |
| Baujahr | 1897 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 28.10.1991 |
| Stadtteil | Mülheim |
1897 erbaut; 4 Geschosse, 3 Achsen, Stuckfassade im Stil der Renaissance. Fenster verändert, Haustür erneuert. Im Innern original erhalten: im Flur ornamentierter Fliesenfußboden und Deckenstuck, Holztreppe mit gedrechseltem Geländer und Antrittspfosten. Rückseite: backsteinsichtig, Fenster teilweise original, neue Dachgaube.
Mülheim, bis 1914 selbständige Stadt, hatte sich im 19. Jahrhundert von einer Gewerbestadt zu einem industriellen Vorort Kölns entwickelt. Als Folge dieser Industrialisierung erlebte Mülheim einen wirtschaftlichen Aufschwung und einen Bevölkerungszuwachs, der zur schnellen Bebauung des bis dahin freien Geländes entlang der Hauptstraßen und in der Nähe neuer Industrieanlagen führte. Die Berliner Straße, als verkehrsreiche Ausfallstraße vom Clevischen Ring über die Bahnschienen hinweg in Richtung Dünnwald verlaufend, ist durch zahlreiche Wohnhäuser aus dieser industriellen Aufbauphase geprägt. Innerhalb der Berliner Straße, die für Mülheimer und auch Kölner Verhältnisse eine außerordentliche Dichte an historischer Bausubstanz aufweist, trägt obiges Haus auch wesentlich zur Veranschaulichung der baulichen Entwicklung dieses bedeutenden Straßenzuges bei. Städtebaulich gehört es zu einem historischen Gebäudeensemble, bestehend aus den Häusern Nr. 37-43, die zwischen 1894 und 1898 von einem Bauherrn zügig nacheinander errichtet worden waren. Baukünstlerisch handelt es sich um einheitlich im Stil der Renaissance erbaute Mietstockwerkhäuser, deren gleichförmiger, wenn auch nicht sparsamer Stuckdekor Beispiel gibt von der durch den Wohnraumbedarf geförderten seriellen Reihenhausbauweise am Ende des letzten Jahrhunderts.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0