Wohnhaus
Alarichstraße 26 · Deutz
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_6327 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Alarichstraße 26, 50679 Köln |
| Baujahr | 1927 |
| Architekt / Planung | Josef Kögel |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 06.01.1992 |
| Stadtteil | Deutz |
1927 erbaut (inschr. dat.), Architekt: Josef Kögl. Teil einer 3geschossigen Wohnbauanlage entlang der Alarich-, Custodis- und Markomannenstraße, 3 Geschosse, 3 Achsen, Putzfassade mit Gliederungen; Fenster weitestgehend verändert, Haustür erneuert. Im Innern original erhalten: im Flur und auf den Etagen Fliesenfußboden, Terrazzotreppe mit Holzgeländer, im gesamten Treppenhaus Wandfliesen, Wohnungseingangstüren mit Oberlichtern, Zimmertüren (teilweise mit orig. Beschlägen). Rückseite: Putzfassade, Balkon, Loggien, Fenster erneuert und Gliederung verändert.
Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne des § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist, als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:
Das 1927 errichtete Gebäude ist Zeugnis der Deutzer Stadterweiterung, die sich in den Jahren ab 1907 vollzog, nachdem durch die Niederlegung der preußischen Befestigungsanlagen Bauland gewonnen worden war. Das städtebauliche Konzept richtete sich in der Form nach der Anlage der Kölner Neustadt, indem um den Altstadtkern breite Ringstraßen mit repräsentativen, 4-5geschossigen Bauten gezogen wurden. Die erste Phase der Stadterweiterung erstreckte sich auf dem Gelände westlich des Gotenringes und der Justinianstraße. Nach dem 1. Weltkrieg setzte die Bebauung auch östlich des ehemaligen Wallgrabens auf dem früheren Glacisgelände ein. Hier entstanden in den 20er Jahren - wie auch bereits kurz vor dem 1. Weltkrieg in der Kasematten- und Barmer Straße - ausgedehnte Wohnbauanlagen vorwiegend auf genossenschaftlicher Basis. Darin eingebunden sind aber auch vereinzelt Häuser privater Bauherrn, die in der Fassadengestaltung, Geschoßhöhe und Dachform an den Stil der Wohnhausgruppe anknüpfen. Auch obiges Gebäude wurde im Auftrag einer Privatperson, des Bauunternehmers Heckner, nach Entwürfen desselben Architekten Josef Kögl erbaut, der bereits die Wohnhausgruppe an der Custodisstraße plante. Baukünstlerisch bedeutsam ist es als Beispiel der Architektur der 20er Jahre, die sich bereits am Stil des Neuen Bauens orientiert, in Details jedoch noch sparsame Anklänge an den Expressionismus aufweist. Wichtig ist das Haus Alarichstr. 26 auch als Teil einer auf das Eduarduskrankenhaus bezogenen städtebaulichen Konzeption, bestehend aus zwei spiegelgleich angeordneten Baublocks und einer schloßstraßenartig auf das Krankenhaus zuführenden Mittelachse.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0