Wohnhaus
Leyboldstraße 31 · Marienburg
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_6407 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Leyboldstraße 31, 50968 Köln |
| Baujahr | um 1935 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 06.03.1992 |
| Stadtteil | Marienburg |
Erbaut um 1935 von dem Architekten Rolf Distel an der Ecke zur Lindenallee, freistehender Bau auf verwinkeltem Grundriß, 2 Geschosse, Putzfassade mit Backsteinsockel; weit überkragendes, flach geneigtes Walmdach. Seite zur Leyboldstraße: Hauseingang mit frei auskragender Überdachung, Balkon im OG, über Eck' verlaufende Fenster; 1geschossiger Anbau. Seite zur Lindenallee: Balkon im OG; 1geschossiger Anbau und Garage später angebaut (1964). Gartenseite mit Terrasse. Fenster größtenteils original (im Bereich der rückwärtigen Terrasse verändert), z. T. mit Fenstergittern und Schlagläden.
Bestandteil des Denkmals ist auch die Gartenanlage mit Vorgarten und z. T. originaler Einfriedung. Nicht Bestandteil des Denkmals ist der Anbau aus den 60er Jahren an der Lindenallee.
Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne des § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist, als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:
Marienburg zählt durch die Vielzahl seiner im Verhältnis zur übrigen Stadt im Krieg weitgehend verschonten und im originalen Zustand erhaltenen Bauten zu einer der geschlossensten Villenkolonien in Deutschland und einer der im historischen Sinne besterhaltenen Gebiete der Stadt Köln. Seit der Gründung dieses Villenvorortes im späten 19. Jahrhundert haben hier in Marienburg fast ausschließlich nur bedeutende Kölner und auch andere deutsche Architekten Villen und Landhäuser errichtet, wodurch dieser Vorort gleichzeitig einer der architekturhistorisch interessantesten Wohngebiete in Köln und darüber hinaus auch in Deutschland ist. Das Haus Leyboldstr. 31 ist als historischer Bau ein wichtiger Bestandteil des baulichen und wegen seiner Gesamtplanung auch städtebaulichen "Ensembles Villenvorort Marienburg". Innerhalb der geschichtlichen Entwicklung Marienburgs ist der Bau u. a. deshalb von besonderem Interesse, weil er in lebendigem Kontrast die Architekturentwicklung vom Historismus zur Moderne dokumentiert. Erst durch die Vielzahl der Stile und Hausformen bei gleichzeitiger Unterordnung unter ein Gesamtbild erhält das architektonische Erscheinungsbild des Vorortes Marienburg seine spezifische Ausprägung.
Als Schaffenswerk des bekannten Architekten Rolf Distel und als Zeugnis der Architekturentwicklung in den 30er Jahren gilt dem o. g. Objekt das besondere Interesse von Bauforschung und Architekturgeschichte der Stadt Köln.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0