Wohnhaus

Wickrather Straße 15 · Neustadt/Nord

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_6542
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Wickrather Straße 15, 50670 Köln
Baujahr1951
Architekt / PlanungWerner W. Neumann
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 19.06.1992
Stadtteil Neustadt/Nord

Erbaut 1951, Architekt Werner W. Neumann; Teil einer 4-5geschossigen, u-förmig um einen Hof gruppierten Blockbebauung; 5 Geschosse, Satteldach, Putzfassade, Fenster in Anlehnung an den ursprünglichen Zustand erneuert, Haustür original. Rückseite verputzt, in der rechten Achse Loggien unter dem hier leicht heruntergezogenen Satteldach (weitgehend originale Brüstung), Fenster und Türen größtenteils in Anlehnung an den ursprünglichen Zustand erneuert. Im Innern original erhalten: im Flur Terrazzofliesenboden, Terrazzotreppe mit Metallgeländer und Holzhandlauf, teilweise Wohnungseingangstüren, einige Deckenlampen. Bestandteil des Denkmals sind auch der weitgehend originale Vorgarten mit der Heckeneinfriedung sowie der ebenfalls gärtnerisch gestaltete Innenhof (teilweise verändert).

Auf dem Hintergrund der allgemeinen Wohnungsnot nach dem Zweiten Weltkrieg entstand 1951-52 am Rande der nördlichen Neustadt eine Siedlung der Gemeinnützigen Post-Bau-Gesellschaft für Postbedienstete. Verantwortlicher Architekt dieser sich über 3 Straßenzüge erstreckenden halboffenen 4-5geschossigen Blockbebauung war Werner W. Neumann. Während die Gestaltung der 5geschossigen Wohnblocks an der Wickrather- und Krefelder Straße durch die glatten Putzfassaden sehr sachlich und straff gehalten wird, was letztlich auch den damaligen Zwang zur Kostendämpfung reflektiert, ist das 4geschossige, als Ledigenheim errichtete Laubenganghaus an der Inneren Kanalstraße als architektonischer Blickfang konzipiert worden. Besonders die vor dem verglasten Treppenhaus befindlichen, in ihrer Gesamtheit wie ein Turm erscheinenden halbrunden Austritte der Laubengänge setzen hier einen markanten Akzent. Gleichzeitig betont diese auffällige Treppenhausgestaltung auch den danebenliegenden Durchgang als Eingangssituation zur Siedlung. Insgesamt ist der ganze Siedlungskomplex durch die unterschiedliche Länge der einzelnen Baublöcke und ihre jeweils versetzte Anordnung abwechslungsreich und aufgelockert gestaltet worden. Auch die Grüngestaltung des großzügigen Innenhofs - heute zum Teil verändert - ist ein wichtiger Aspekt der Gesamtkonzeption. Als integraler Bestandteil dieser Siedlung wird das o. g. Objekt somit zum unverzichtbaren Dokument der inzwischen abgeschlossenen Bauepoche der 50er Jahre, die auch im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus qualitätvolle Lösungen hervorbrachte.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0