Wohnhaus
Wickrather Straße 17 · Neustadt/Nord
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_6543 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Wickrather Straße 17, 50670 Köln |
| Baujahr | 1951 |
| Architekt / Planung | Werner W. Neumann |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 19.06.1992 |
| Stadtteil | Neustadt/Nord |
Erbaut 1951, Architekt Werner W. Neumann; Teil einer 4-5geschossigen, u-förmig um einen Hof gruppierten Blockbebauung; Eckhaus zur Inneren Kanalstraße; 5geschossiges, das Haus Innere Kanalstraße 200 flankierendes und hier in der Flucht vorspringendes giebelständiges Gebäude mit Satteldach, zur Wickrather Straße und zur Inneren Kanalstraße jeweils 1 Reihe Balkone (originale Brüstung), Putzfassaden, Verglasung des Treppenhauses mit Glasprismen original, sonst Fenster sowie Balkontüren weitgehend in Originalteilung erneuert, Haustür original. Rückseite verputzt, Fenster verändert. Im Innern original erhalten: im Flur Terrazzofliesenboden, Terrazzotreppe mit Metallgeländer und Holzhandlauf, teilweise Wohnungseingangstüren, einige Deckenlampen. Bestandteil des Denkmals sich auch der weitgehend originale Vorgarten mit der Heckeneinfriedung sowie der ebenfalls gärtnerisch gestaltete Innenhof (teilweise verändert).
Auf dem Hintergrund der allgemeinen Wohnungsnot nach dem zweiten Weltkrieg entstand 1951-52 am Rande der nördlichen Neustadt eine Siedlung der Gemeinnützigen Post-Bau-Gesellschaft für Postbedienstete. Verantwortlicher Architekt dieser sich über 3 Straßenzüge erstreckenden halboffenen 4-5geschossigen Blockbebauung war Werner W. Neumann. Während die Gestaltung der 5geschossigen Wohnblocks an der Wickrather- und Krefelder Straße durch die glatten Putzfassaden sehr sachlich und straff gehalten wird, was letztlich auch den damaligen Zwang zur Kostendämpfung reflektiert, ist das 4geschossige, als Ledigenheim errichtete Laubenganghaus an der Inneren Kanalstraße als architektonischer Blickfang konzipiert worden. Besonders die vor dem verglasten Treppenhaus befindlichen, in ihrer Gesamtheit wie ein Turm erscheinenden halbrunden Austritte der Laubengänge setzen hier einen markanten Akzent. Gleichzeitig betont diese auffällige Treppenhausgestaltung auch den danebenliegenden Durchgang als Eingangssituation zur Siedlung. Insgesamt ist der ganze Siedlungskomplex durch die unterschiedliche Länge der Baublöcke und ihre jeweils versetzte Anordnung abwechslungsreich und aufgelockert gestaltet worden. Auch die Grüngestaltung des großzügigen Innenhofs - heute zum Teil verändert - ist ein wichtiger Aspekt der Gesamtkonzeption. Als integraler Bestandteil dieser Siedlung wird das o. g. Objekt, das als Eckgebäude auch durch die Balkonreihe besonders betont wird, somit zum unverzichtbaren Dokument der inzwischen abgeschlossenen Bauepoche der 50er Jahre. Es wird hier deutlich, daß die Architekturentwicklung jener Jahre auch im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus qualitätvolle Lösungen hervorbrachte.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0