Wohn- u. Verwaltungsgebäude (Domprobst)

Margarethenkloster 5 · Altstadt/Nord

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_6573
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohn- u. Verwaltungsgebäude (Domprobst)
Adresse Margarethenkloster 5, 50667 Köln
Baujahr1954 bis 1955
Architekt / PlanungKarl Band
Eigentumkirchliches Eigentum
Eingetragen seit 23.07.1992
Stadtteil Altstadt/Nord

Erbaut 1954/55, Architekt Karl Band; freistehendes 4geschossiges Gebäude auf längsrechteckigem Grundriß mit rückwärtig angegliederter kleiner Kapelle und Balkonen (orig. Brüstung) sowie mit vorkragendem Flachdach; Backsteinfassaden, Fenster (an der Fassade am Margarethenkloster in einer Achse erkerartig ausgebildet) weitgehend original, Eingangstür original. Im Innern original erhalten: im Treppenhaus Terrazzofliesenboden, Stahlbetontreppe mit Terrazzobelag, Metallgeländer und Mipolamhandlauf, weitgehend Türen (auch Fahrstuhltüren), Briefkästen (Holz); im zum Garten gelegenen Flur Kunststeinfliesenboden und -treppe mit Holzhandlauf, einige Türen; im Sitzungssaal Parkettboden, Bestuhlung und Tisch (Entwurf: Architekt Hagen), Deckenlampe (Messinggestänge mit aneinandergereihten Glaslampenschirmen).

Das og. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne von § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist, als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:

Die 50er Jahre, die erste Wiederaufbauphase nach den Zerstörungen des 2. Weltkrieges, geraten als inzwischen abgeschlossene Bauepoche immer mehr in das Interesse der Allgemeinheit. In dieser Zeit erlebte auch die kirchliche Bautätigkeit einen bemerkenswerten Aufschwung. Dabei erreichten gerade auch die vom Erzbistum Köln in Auftrag gegebenen Bauwerke, die oft durch bedeutende Architektenpersönlichkeiten geplant und realisiert wurden, selbst über den eigentlichen Kirchenbau hinaus einen ausgesprochen hohen Standard. Das trifft auch auf das am Margarethenkloster nach Plänen von Karl Band erbaute Gebäude der Dompropstei zu. Der 4geschossige Bau mit dem markanten, an den Längsseiten vorkragenden Flachdach erfüllt dabei eine Riegelfunktion für die in offener Bauweise auf dem Gelände zwischen Margarethenkloster, Burgmauer und Mariengartengasse errichteten Kurienhäuser (Burgmauer 3-13). Darüber hinaus hebt sich das Gebäude, an das sich rückwärtig eine kleine Kapelle angliedert, durch seine Fassadengestaltung ganz in Backstein besonders hervor. Eine rhythmische Gliederung erfolgt dabei vor allem durch die bänderartig gereihten Fenster, die zum Margarethenkloster hin in einer Achse - Erkern ähnlich - vorkragen. Das og. Objekt, das zum Teil, etwa beim Sitzungssaal im Erdgeschoß, auch über eine aufwendigere Innenausstattung verfügt, ist somit als besonders qualitätvolles Zeugnis der Architektur der 50er Jahre unbedingt erhaltenswert. Auch als integraler Bestandteil eines zusammen mit den Kurienhäusern in unmittelbarer Domnähe gebildeten Ensembles - wobei die Dompropstei als architektonischer Abschluß dieser, von einer großzügigen Grünanlage umgebenen Gebäudegruppe fungiert - wird obiges Objekt zum unverzichtbaren Dokument.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0