Wohn- u. Geschäftshaus

Ludwigstraße 17 · Altstadt/Nord

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_6608
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohn- u. Geschäftshaus
Adresse Ludwigstraße 17, 50667 Köln
Baujahr1956 bis 1957
Architekt / PlanungFritz Ruempler, Haus Mecky
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 11.09.1992
Stadtteil Altstadt/Nord

Erbaut 1956/57, Architekt Fritz Ruempler; Haus Mecky; Eckgebäude zur Minoritenstraße; 5geschossiger flachgedeckter Stahlbetonskelettbau auf asymmetrischem Grundriß, an beiden Straßenfronten über dem 2geschossigem Ladenbereich vorkragend; Putz- und Rasterfassade (an der Ludwigstraße ab dem 2. OG Glasfassade zwischen schmalen Metallprofilen und weitgehend mit Blau abgesetzten Brüstungsfeldern), sämtliche Fenster (an der Minoritenstraße erkerartig vorkragend) sowie Türen größtenteils original. Im Innern original erhalten: im Ladenlokal aus Bruchstücken mosaikartig zusammengesetzter farbiger Fliesenboden (EG), teilweise Bodenbelag mit Mipolam (Zwischengeschoß), geschwungene Stahlbetontreppe (vom Souterrain bis ins Zwischengeschoß) mit Mipolambelag, dekorativem Metallgeländer und Mipolamhandlauf (auch an der Wand), hier auch in die Wand eingelassene Schaukästen; größtenteils Gestaltung der Wasch- und Frisierplätze (Waschbecken mit seitlich darunter angebrachten Schränkchen und - von Geschoß zu Geschoß - in der Formgebung variierten Spiegeln), teilweise Stühle, Ladentheke und einige Vitrinenschränke (EG).

Die 50er Jahre, die erste Wiederaufbauphase nach den Zerstörungen des 2. Weltkrieges, geraten als inzwischen abgeschlossene Bauepoche immer mehr in das Interesse der Allgemeinheit. Aus dieser Zeit verfügt Köln über eine Anzahl Bauten von hoher baukünstlerischer Qualität, von den Architekten oft im Sinne eines "Gesamtkunstwerkes" durchgestaltet. Das o.g. Objekt wurde 1956/57 an der Ecke zur Breite Straße (hier heute Minoritenstraße) nach Plänen von Fritz Ruempler als Wohn- und Geschäftshaus errichtet. Das Gebäude, das noch heute durch den damaligen Bauherrn, den Friseur Mecky, genutzt wird, ist schon durch die besonders gelungene Ecklösung als qualitätvolles Beispiel der 50er-Jahre-Architektur ausgewiesen: Über einem 2geschossigen, weitgehend verglasten Ladenbereich, der, auf asymmetrischem Grundriß errichtet, offensichtlich der alten Bauflucht folgt, kragt der Baukörper an beiden Straßenfronten vor, um so einen klar umrissenen Kubus zu bilden. Während das o.g. Gebäude an den Seitenfassaden - und zum Teil im Erdgeschoß - verputzt wurde, ist die Hauptfassade an der Ludwigstraße zwischen einer schmal profilierten Rahmenkonstruktion ganz verglast und durchgerastert worden. Farbakzente setzen hier die in Blau gehaltenen Brüstungsfelder. Das o.g. Objekt, in dem darüber hinaus noch vieles von der originalen Innenausstattung erhalten ist, wird somit, auch als Beispiel für das Internationale Bauen, zum unverzichtbaren Dokument.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0