Geschäftshaus (Rhein-Hotel)
Frankenwerft 31 · Altstadt/Nord
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_6617 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Geschäftshaus (Rhein-Hotel) |
| Adresse | Frankenwerft 31, 50667 Köln |
| Baujahr | 1949 bis 1956 |
| Architekt / Planung | Peter Prevoo |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 11.09.1992 |
| Stadtteil | Altstadt/Nord |
Etwa 1949-56 unter Einbeziehung der erhaltenen Gebäudeteile des Vorgängerbaus von 1909 erbaut, Architekt Peter Prevoo; seit etwa 1980 Hauseinheit mit Nr. 33; Fassade zur Frankenwerft: 4 Geschosse, ausgebautes Dachgeschoß mit hochgezogener Walmmauer, schiefergedecktes ausgebautes Walmdach, neuere Dachterrasse, 3:1 Achsen, Putzfassade mit Werksteingliederungen (Fenstergewände, historisches Portal des Hauses Rheingasse 24), Fenster mit kleinteiliger Sprossengliederung weitgehend original (50er Jahre), Haustür original (50er Jahre). Rückfront am Buttermarkt: 4 Geschosse, ausgebautes Dachgeschoß mit Gaube, schiefergedecktes ausgebautes Walmdach, 4 Achsen, Überhang (ab 1. OG), Putzfassade, EG verändert, Fenster weitgehend verändert, nachträglich hinzugefügter Hauseingang mit neueren Türen. Im Innern aus der Zeit von 1909 original erhalten: Terrazzotreppe (durch neueren Belag teilweise verändert) mit Teilen des gußeisernen Geländers.
Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne des § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist, als auch künstlerische, wissenschaftliche, und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:
Das Martinsviertel, ehemals als "Rheinviertel" bezeichnet, entwickelte sich seit dem 11./12. Jahrhundert zu einem bedeutenden mittelalterlichen Handelsviertel, geprägt von relativ hohen Kaufmannshäusern an engen Gasse und Marktflächen um die romanische Kirche Groß St. Martin. Die Frankenwerft, früher Lausmarck, Lohmarck oder auch Hafengasse genannt, gehört zum historischen Hafengelände vor dem zentralen Altstadtbereich, wo sich der gesamte Hafenbetrieb bis zu seiner Verlegung auf die Rheinauhalbinsel im Jahre 1898 abspielte. Das og. Gebäude, das Rhein-Hotel, wurde hier etwa 1949-56 nach Plänen des Architekten Peter Prevoo errichtet. Es handelt sich um den Wiederaufbau des alten Rhein-Hotels von 1909, wobei erhaltene Gebäudereste - etwa ein Großteil der Buttermarkt-Seite sowie im Innern die Treppenanlage - miteinbezogen worden sind. Die komplett neu errichtete Frankenwerft-Seite knüpft dabei in ihrer architektonischen Gestaltung an die hier während der 30er Jahre im Zuge der Altstadtsanierung entstandenen Gebäude an. Charakteristisch ist die glatte, hauptsächlich durch Werksteingewände der Fenster gegliederte Putzfassade. Auch wurde hier, wie schon bei den Häusern der 30er Jahre üblich, ein älteres Werksteinportal eingesetzt, was dem Bau ein historisches Aussehen verleihen sollte. Das og. Objekt, das ein für diesen Altstadtbereich
typisches steiles Walmdach erhalten hat, ist somit als Beispiel für die konservative, die Tradition der 30er Jahre fortsetzende Architekturströmung der 50er Jahre unbedingt erhaltenswert. Darüber hinaus wird es auch als integraler Bestandteil des Ensemblebereichs Martinsviertel, mit dem seit dem Mittelalter berühmten Rheinpanorama, zum unverzichtbaren Dokument.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0