Geschäftshaus (Hotel)

Frankenwerft 33 · Altstadt/Nord

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_6659
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungGeschäftshaus (Hotel)
Adresse Frankenwerft 33, 50667 Köln
Baujahr1952
Architekt / PlanungHanns Land
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 05.11.1992
Stadtteil Altstadt/Nord

Erbaut 1952, Architekt Hanns Land; Eckhaus zum Fischmarkt mit der Rückfront am Buttermarkt (seit etwa 1980 Hauseinheit mit Nr. 31); 4 Geschosse, ausgebautes steiles Walmdach mit Gauben, 2:5 Achsen, Baukörper ab 1. Obergeschoß leicht vorkragend sowie im Erdgeschoß mit vorgelegten Stützen, Putzfassaden, EG teilweise verändert, Fenstertüren und Gaubenfenster mit kleinteiliger Sprossengliederung original (Fenstertüren mit orig. dekorativem Gitterschutz), sonst Fenster und Türen verändert. Rückseite am Buttermarkt verputzt, Baukörper ab 1. OG vorkragend und mit darunterliegenden Betonkonsolen, EG teilweise verändert, Fenster und Türen weitgehend verändert. Im Innern original erhalten: im Treppenhaus Solnhofener Fliesenboden; geschwungene Treppe mit Belag aus Solnhofener Platten, Metallgeländer und Mipolamhandlauf; weitgehend Abschlußtüren; Oberlicht mit Glasprismen (teilweise verändert).

Das o.g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne des § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist, als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:

Das Martinsviertel, ehemals als "Rheinviertel" bezeichnet, entwickelte sich seit dem 11./12. Jahrhundert zu einem bedeutenden mittelalterlichen Handelsviertel, geprägt von relativ hohen Kaufmannshäusern an engen Gassen und Marktflächen um die romanische Kirche Groß St. Martin. Die Frankenwerft, früher Lausmarck, Lohmarck oder auch Hafengasse genannt, gehört zum historischen Hafengelände vor dem zentralen Altstadtbereich, wo sich der gesamte Hafenbetrieb bis zu seiner Verlegung auf die Rheinauhalbinsel im Jahre 1898 abspielte. Das o. g. Objekt wurde 1952 nach Plänen des Architekten Hanns Land als Eckbau zum Fischmarkt mit der Rückfront am Buttermarkt errichtet. Seine architektonische Gestaltung erfolgte - mit Rücksicht auf das Rheinbild - in Anlehnung an die für diesen Altstadtbereich charakteristische Vorkriegsbebauung. So kragt der Baukörper in den Obergeschossen etwas vor und hat als oberen Abschluß ein steiles, schiefergedecktes Walmdach erhalten. Die im Erdgeschoß vorgelegten Stützen sind einerseits historisierendes Zitat, weisen das Gebäude aber gleichzeitig auch als modernen Stahlbetonskelettbau aus. Durch Rahmungen betonte Fenstertüren lockern die Putzfassaden in den Obergeschossen auf. Dabei setzt der zeittypische Gitterschutz dekorative Akzente. Das o. g. Objekt, das sich bewußt an der Maßstäblichkeit und dem Erscheinungsbild der historischen Bauten orientiert, ist somit als qualitätvolles Zeugnis für den Wiederaufbau des Martinsviertels an der Rheinfront unbedingt erhaltenswert.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0