Wohnhaus
Ewaldistraße 14 · Neustadt/Nord
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_6748 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Ewaldistraße 14, 50670 Köln |
| Baujahr | um 1903 bis 1906 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 05.03.1993 |
| Stadtteil | Neustadt/Nord |
Erbaut um 1903-06; 5 Geschosse, 3 Achsen, ausgebautes Dachgeschoß mit 3 Gauben (verändert - ursprünglich mit Mittelgiebel), 3geschossiger Erker auf trapezförmigem Grundriß mit aufgesetztem Balkon (orig. Brüstung) in der Mittelachse, Putzfassade mit Quaderung, Fugenschnitt sowie Stuckgliederungen im Jugendstil (am oberen Abschluß teilweise verändert); Fenster und Haustür verändert. Rückseite und seitlicher Anbau backsteinsichtig, Balkone mit orig. Brüstungsgitter (Rückfront Vorderhaus), Fenster verändert, Tür original. Im Innern original erhalten: im Vestibül Tonfliesenboden, Fliesen mit Jugendstildekor bis zur halben Wandhöhe (den Stützbogen miteinbeziehend), sparsamer Wand- und Deckenstuck; Stuck am Stützbogen; im Flur Tonfliesenboden, Terrazzotreppe mit gedrechseltem Holzgeländer und Antrittspfosten; Zwischenpodeste mit Tonfliesenbelag; weitgehend Holzprofilleiste auf halber Wandhöhe, größtenteils Wohnungseingangstüren; in den Wohnungen einige Zimmertüren. Bestandteil des Denkmals ist auch die rückwärtige Einfriedungsmauer aus Backstein.
Die von H. J. Stübben geplante Kölner Neustadt gilt als bedeutendste Stadterweiterung des Deutschen Reiches im ausgehenden 19. Jahrhundert. Den alten Wallstraßen folgend, legt sie sich, mit der Ringstraße als Kernstück, halbkreisförmig um die Altstadt. Im Zuge ihrer Anlage ab 1881 entstand im nördlichen Teil der Neustadt, zwischen Neusser und Krefelder Straße, das sogenannte "Dreikönigsviertel" als Arbeiterviertel mit Häusern von eher schlichterer Fassadengestaltung. Die die Balthasarstraße mit dem Neusser Platz verbindende Ewaldistraße wurde im wesentlichen erst zu Beginn dieses Jahrhunderts, um 1903-06, bebaut. Das Haus Nr. 14 ist integraler Bestandteil des in weiten Teilen geschlossen erhaltenen Straßenzugs. Es hebt sich durch seine axialsymmetrisch angelegte Fassade, die durch den Mittelerker auch einen starken vertikalen Akzent erhält, besonders hervor. Dabei sind Erd- und 1. Obergeschoß durch die grob strukturierte, Bossenmauerwerk vortäuschende Quaderung als Sockel ausgebildet worden. Darüber wirkt die mit Fugenschnitt versehene Fassade wesentlich flächiger. Sparsame Stuckgliederungen, vorrangig der Formensprache des Jugendstils entlehnt, tragen darüber hinaus zum abwechslungsreich gestalteten Erscheinungsbild des o. g. Objekts bei. Auch im Hinblick auf das bestehende Ensemble wird obiges Gebäude somit zum unverzichtbaren Dokument, das den ursprünglichen Charakter der Straße und des Viertels bewahrt.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0