Wohnhaus

Donauweg 43 · Junkersdorf

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_6757
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Donauweg 43, 50858 Köln
Baujahr1957
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 05.03.1992
Stadtteil Junkersdorf

Erbaut 1957 von Architekt Forst, freistehender Bau, traufständig, 2 Geschosse, Putzfassade (Wurmputz), Eingangsachse asymmetrisch aus der Flucht vorspringend mit abgeschlepptem Dach und schräger Stütze. Rückfront mit hausbreitem Balkon (orig. Metallgeländer) im OG, Terrasse (neuer Plattenbelag) im EG; Außentreppe zum Keller (orig. Metallgeländer) an der Seitenfassade; größtenteils originale Fenster (Wohnzimmerfenster und Badezimmerfenster im OG erneuert), z. T. mit Fenstergittern; originale Haustür mit dekorativem Gitter.

Im Inneren original erhalten: Grundrisse; Solnhofener Platten in Eingangsbereich und Diele, Parkettboden in Wohn- und Eßzimmer, Holztreppe mit Metallstäben und Mipolamhandlauf, Zimmertüren, Wandschränke, Fensterbänke (Naturstein).

Bestandteil des Denkmals sind auch die Gartenanlage mit Vorgarten und der seitliche Garagenanbau (orig. Haustür).

Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne des § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist, als auch wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:

Die 50er Jahre, die erste Wiederaufbauphase nach den Zerstörungen des 2. Weltkrieges, geraten als inzwischen abgeschlossene Bauepoche immer mehr in das Interesse der Allgemeinheit. Aus dieser Zeit verfügt Köln über eine Anzahl Bauten von hoher baukünstlerischer Qualität, von den Architekten oft im Sinne eines "Gesamtkunstwerkes" durchgestaltet und in Beziehung zu einem städtebaulichen Gesamtkonzept entworfen. O. g. Objekt entstand nach Entwürfen des Architekten Forst unter Mitarbeit der Bauherrin in einer ruhigen Wohnstraße in Junkersdorf. Die Bebauung besteht hier im wesentlichen aus freistehenden, von großflächigen Gartenanlagen umgebenen Einfamilienhäusern - erbaut Mitte bis Ende der 50er Jahre. Da ein Teil der Bauten bereits ein verändertes Erscheinungsbild aufweist - einzelne Häuser sind schon durch Neubauten ersetzt worden - ist der Erhalt der noch weitgehend im Ursprungszustand befindlichen Bauten umso wichtiger. Im Bereich südlich des Kölner Wegs, hier liegt auch der Donauweg, sind auch heute noch die verschiedenen Stilströmungen im Wohnhausbau der 50er Jahre in beispielhafter Weise nachvollziehbar und studierbar. Im Gegensatz zu den anderen Strömungen, der traditionellen, vom Heimatstil geprägten oder der von der Moderne der 20er Jahre beeinflußten Architektur, ist o. g. Objekt ein Beispiel für die eher dekorative Richtung jener Zeit. Nach funktionalen Gesichtspunkten aufgebaut, erhält das Wohnhaus seinen Reiz durch die vielen schräg verlaufenden Linien, wie sie nicht nur an aufgesetzten Gestaltungselementen sondern auch in den Konturen des Baukörpers sichtbar sind. Ziergitter an Haustür und Fenstern, Balkongeländer und die (ehem.) Gliederung des Badezimmerfensters im OG führen in ihrer Gestaltung das diagonale Linienspiel fort und unterstützen den "spielerischdynamischen" Charakter des Hauses. Wesentlicher Bestandteil dieses 50-Jahre Denkmals sind schließlich auch die angeschlossene Garage und die - z. T. noch mit Bruchsteinplatten gestaltete - Gartenanlage.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0