Wohn- u. Geschäftshaus

Heumarkt 54 · Altstadt/Nord

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_6883
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohn- u. Geschäftshaus
Adresse Heumarkt 54, 50667 Köln
Baujahr1932 bis 1942, 1954
Architekt / PlanungFranken, Pohl, Peter Prevoo
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 20.08.1993
Stadtteil Altstadt/Nord

Erbaut um 1937 (Architekten Franken, später Pohl), 1954 Wiederaufbau nach starker Kriegszerstörung (erhalten waren lediglich Kellerräume und ein Teil des Erdgeschoßmauerwerks) in der alten Form von Architekt Peter Prevoo; 5 Geschosse; Putzfassade, EG und 1. OG mit Werkstein verkleidet, Rahmung der Fensteröffnungen in Werkstein; mittlerer Dreiecksgiebel mit Okulus; profilierte Traufe; hohes schiefergedecktes Walmdach; im EG Hauseingang (Haustür verändert). Seitenfassade zum Halbmondgässchen mit 4 Gauben. Rückfront zum Eisenmarkt: Fenster in den Obergeschossen bänderartig zusammengezogen, 1 Gaube. Fenster verändert. Im Inneren: Terrazzoboden im Eingangsbereich, Terrazzotreppe mit Metallgeländer und Mipolamhandlauf; Aufzug (Ausstattung der 50er Jahre).

Das Martinsviertel, ehemals als "Rheinviertel" bezeichnet, entwickelte sich seit dem 11./12. Jahrhundert zu einem bedeutenden Handelsviertel, geprägt von relativ hohen Kaufmannshäusern an engen Gassen und Marktflächen um die romanische Kirche Groß St. Martin. Das an der Ostseite des Heumarkts gelegene o. g. Gebäude wurde um 1937 im Rahmen der schon vor 1930 geplanten und in den 30er Jahren durchgeführten Sanierung des Martinsviertels ("Altstadtgesundung") errichtet. Die architektonische Gestaltung des Hauses Nr. 54 orientiert sich mit der Putzfassade, den Werksteinrahmungen der Fenster und dem steilen schiefergedeckten Walmdach an der in diesem Kölner Altstadtbereich ursprünglichen Bebauung. Nach starker Kriegszerstörung - erhalten waren lediglich Kellerräume und ein Teil des Erdgeschoßmauerwerks - wurde das Gebäude 1954 von dem Architekten Peter Prevoo in der alten Form wiederaufgebaut. Verändert wurde lediglich die hohe Erdgeschoßfront mit den die Vertikale betonenden Fensteröffnungen mit Stichbogenabschluß: Unter Teilung in 2 Geschosse wurden die Öffnungen "begradigt" und die Hausfront in diesem Bereich mit Werkstein verkleidet. Das o. g. Gebäude veranschaulicht - zusammen mit dem etwas später "sanierten" Nachbargebäude Nr. 56 - die Altstadtsanierung der 30er Jahre mit ihrer charakteristischen Architekturauffassung und ist darüber hinaus auch als integraler Bestandteil des Ensemblebereichs Martinsviertel unbedingt erhaltenswert.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0